Dienstag, 8. März 2011

Araukarien


Von F.E.Binz gibt es einen interessanten Aufsatz "Die Araucarien", der im Jahre 1891 in der "Zeitschrift für bildende Gartenkunst" erschien. (1) Dieser Aufsatz hat den Vorteil, daß wir etwas über die Entdeckungsgeschichte der verschiedenen Araukarienarten erfahren. In den üblichen botanischen Zusammenfassungen bekommen wir das in einer so lebendigen Form nicht dargestellt. Zugleich spiegelt der Aufsatz das Wissen in einer ganz bestimmten Epoche wider.

Die verschiedenen Araukarienarten wurden zu unterschiedlichen Zeiten entdeckt. Wir können von der Entdeckungsgeschichte natürlich nicht alles wissen, aber es gibt einige interessante Begebenheiten, die darauf deuten, wie wichtig diese Entdeckungen für die Segelschiffahrt waren. Binz schreibt:


"Im Jahre 1774 durchfurchte das gute Schiff "Resolution" mit dem Entdecker Cook an Bord die prächtigen Gewässer der Südsee, als der Ruf: "Land vor uns!" vom Maste erscholl. Aller Augen wendeten sich nach der bezeichneten Himmelsrichtung, wo die schwachen Umrisse einer niedrigen Küste auftauchten. Je näher man kam, umsomehr verwandelte sich die Freude in Bewunderung. Es zeigten sich Gegenstände, die schlanken Säulen, oder Thurmspitzen, oder die Masten von tausend Schiffen sein konnten und Alles ringsum hoch überragten. Das Teleskop wurde auf sie gerichtet, und es zeigte sich, daß man nicht Basaltsäulen, wie die meisten anfangs geglaubt hatten, sondern Bäume vor sich habe. Eine Landung wurde vorgeschlagen und Cook bestieg mit den Botanikern des Schiffes ein Boot. Die Insel, wo diese ersten Säulenaraucarien entdeckt wurden, ist die Fichteninsel bei Neucaledonien." (2)


Diese zusammenfassende Schilderung von Binz will uns mitteilen, man habe vom Schiff aus Land entdeckt und dann lange gerätselt, was man vor sich habe, da die graphische Wirkung des Araukarienwaldes lange Zeit die Phantasie der Seeleute anregte. Von manchen waren die Bäume demnach als Basaltsäulen aufgefaßt gewesen, bis man diese Säulen als Baumstämme identifiziert hatte. Der Text erweckt den Anschein, als ob diese Säulenwirkung der Bäume damals zur Namensgebung "Säulenaraucarie" geführt hat. Cook selbst notierte dazu:


"Diese Bäume haben viel kleinere und kürzere Zweige als andere Fichten, und die Astknoten verschwinden, wenn man den Stamm zum Gebrauche verarbeitet. Ich bemerkte, daß der größte Baum die wenigsten und kürzesten Zweige hatte und oben einen aufwärts wachsenden Ast gleich einem Federbusch trug. Diese Bildung verleitete Viele an Bord zu der Meinung, daß wir Basalte sähen, und in der That konnte Niemand daran denken, daß wir solche Bäume finden würden." (3)



Binz schildert, der höchste Baum den Cook gesehen hatte, sei im Jahre 1850 noch vorhanden gewesen. Vom gerade gewachsenen Baumstamm der Araukarie waren die Seeleute sehr angetan, da das Holz sich hervorragend für die Masten der Segelschiffe eignete. Es werden also sehr viele Araukarien gefällt worden sein.

Im Jahre 1891 waren den Botanikern "sieben bis acht Arten" der Araukarien bekannt. Angetroffen hatte man sie "in Brasilien, Chile, Neucaledonien, der Norfolkinsel und Australien". (4) Die schwankende Angabe "sieben bis acht" läßt darauf schließen, daß vor der Jahrhundertwende zum 20.Jahrhundert immer noch große Unsicherheit bestand, wieviele Arten der Araukarie bekannt geworden waren und zu unterscheiden sind.

Heutzutage wird die Gattung der Araukarien in vier Sektionen aufgeteilt: Sektion Araucaria (zwei Arten), Sektion Bunya (eine Art), Sektion Intermedia (eine Art) und in die Sektion Eutacta (fünfzehn Arten). (5) Das sind zusammen 19 bekannte Arten.

Aber bleiben wir dicht am historischen Text von 1891. F.E.Binz schreibt zur "Cunningham-Araucaria":

"Sir Joseph Banks und Dr.Solander entdeckten sie 1770, und 1824 wurde die erste lebende Pflanze nach Kew gebracht." (6)

Es gelang also, diese Pflanzenart zu einem botanischen Garten zu bringen.

"Die Cunningham-Araucaria hat ihren Namen zu Ehren des unermüdlichen Erforschers und Botanikers Allan Cunningham erhalten. Man findet sie an der Küste der Moretonbai (Ostküste von Australien) und in größter Menge zwischen dem Buschholze am Richmondfluß. In der Nähe des Strandes scheint sie am besten zu gedeihen, denn sie erreicht dort ihre höchste Höhe 40-50 Meter, während sie landeinwärts immer kleiner wird." (7)

Auch in diesem Fall beeindruckte der Baumstamm die Forscher der damaligen Zeit:

"Diese Araucarie bildet einen ganz geraden Stamm, der 25 Meter emporsteigt, ehe die Zweige beginnen." (8)

Binz erwähnt:

"Das Holz zeichnet sich häufig durch eine schöne Maser aus und wird viel zu Möbeln verarbeitet." (9)

Die Araukarienart, die in Südchile aufgefunden wurde, kam wiederum bei der Segelschiffahrt in Verwendung:

"Die Chilifichte (A. imbricata) ist von allen Araucarien die bekannteste, da sie in den europäischen Gärten am häufigsten gezogen wird. Den spanischen Ansiedlern war sie schon vor einem Jahrhundert bekannt. Im Jahre 1780 beauftragten sie Don Francisco Dendariarena, den Baum zu untersuchen, ob er ein gutes Schiffsbauholz liefere. Da er das Holz für geeignet erklärte, so wurde es im Hafen von Talicaguano auf den Werften benutzt." (10)

In einem Film, der kürzlich vom Sender Arte.tv ausgestrahlt wurde, ist ausgesagt worden, daß die Pflanze, die im Nationalpark Villarrica unter Schutz steht, dort nur ab einer Hoehe der Landschaft von 800 m über dem Meeresspiegel vorkommt. Als ihr Lebensraum gilt inzwischen nur noch die Region zwischen dem 37.und 39.Breitengrad. Noch immer gibt es Holzfirmen, die versuchen, an dieses wertvolle Holz zu kommen. Den Holzeinschlag zu verhindern, ist sehr wichtig, da dieser Baum sehr langsam wächst und schnell aussterben kann. (11)

Die Pflanze gelangte relativ früh in den botanischen Garten von Kew, wo sie so lange im Gewächshaus gehegt wurde, bis man die ersten Araukarien dieser Art im Jahre 1806 ins Freie versetzen konnte. Binz erwähnt im Jahre 1891, daß junge Pflanzen der Araukarie zu dieser Zeit bereits leicht und preiswert zu erwerben waren. Anzunehmen sind deshalb schon vor dem Jahr 1900 sehr viele Araukarien in den privaten Parks der europäischen Pflanzenliebhaber.

Pöppig, der sich von 1827 bis 1832 auf eine lange Überseereise gemacht hatte, berichtete 1835 in seiner Reisebeschreibung über die chilenische Araukarie, die er die "Palme der Indianer" nannte. Er notierte, man könne sie vom 37. bis 48.Breitengrad in Chile antreffen. Ihr Lebensraum ist also bis zum heutigen Tag sehr eingeengt worden. Vermutlich nur deswegen, weil die Mapuche-Indianer ihr angestammtes Gebiet gut verteidigt haben, blieben diese Araukarienwälder in Chile
noch erhalten. Binz zitiert Pöppig:

"Die Zweigkrone des hohen, säulenähnlichen Stammes, der 35-40 Meter hoch wird, nimmt bloß den oberen Teil des Baumes ein und hat die Form eines breiten, abgestumpften Kegels." (12)

Es sei noch die brasilianische Araukarie erwähnt, so wie sie von demselben Autor in seinem Aufsatz vorgestellt wird:

"Die brasilianische Araucaria, die 30-40 Meter hoch wird, kommt auf Bergen in der Provinz Minas Geraes und nördlich von Rio vor. Sie erträgt unsern Winterfrost nicht, kommt aber im Gewächshause fort. Die Nüsse werden auf dem Markt der Hauptstadt gebracht, das ausschwitzende Harz mischen die Indianer mit Wachs und machen Kerzen daraus." (13)

Aus den Araukarien wurde also viel Nutzen gezogen. Es dürfte interessant sein, all den Hinweisen zu diesen Baumarten genauer nachzugehen, um nicht nur die Pflanzen selbst genauer kennen zu lernen, sondern auch die Wege, wie man sie heute schützt und früher verwertet hat. In Deutschland sind in den Gärten oft genug
angepflanzte Araukarien anzutreffen. Die Fotografien zeigen Araukarien in Montabaur, Wirges und Offenbach.

Karl-Ludwig Diehl
http://vub-virtuelleuniversittfrdasbauwesen.blogspot.com/

Anmerkungen:
(1) F.E.Binz: Die Araucarien. S.53-57 in: Zeitschrift für bildende Gartenkunst. Bd.2, 1891.
(2) zitiert aus: F.E.Binz, wie vor, S.53
(3) Cook zitiert von F.E.Binz, wie vor, S.53f.
(4) siehe Zitat im Gesamtzusammenhang bei: F.E.Binz, wie vor, S.54
(5) siehe dazu in:
http://de.wikipedia.org/wiki/Araukarien
(6)-(10) zitiert aus: F.E.Binz, wie vor, S.55
(11) die Angaben sind dem gesprochenen Text im Film "Chiles wilder Süden", 2.Teil (06:00), entnommen:
http://videos.arte.tv/de/videos/chiles_wilder_sueden_2_2_-3790440.html
(12) Pöppig zitiert von F.E.Binz, wie vor, S.56
(13) zitiert aus: F.E.Binz, wie vor, S.57

Donnerstag, 27. Januar 2011

Salatgurke - Cucumis sativus

Die "Salatgurke" gehört zur Gattung der Gurken und damit zu den Kürbisgewächsen. Die Botaniker nennen sie "Cucumis sativus". Über ihre Herkunft wird spekuliert. So las ich z.B.:

"Über den Ursprung der Salatgurke, streiten sich bis heute noch die Geister. Während die einen überzeugt sind, dass sie aus dem Himalajagebirge stammt, meinen andere wiederum, die Gurke sei ursprünglich in Afrika beheimatet gewesen, bevor sie über Ägypten in den südeuropäischen Mittelmeerraum gelangte." (1)

Anderswo versucht man sich mit dieser Erklärung:

"Die Heimat der Gurke liegt wahrscheinlich in Indien, wo sie etwa um 1500 v. Chr. domestiziert wurde." (2)

Obwohl die Herkunft offensichtlich nicht abgesichert ist, wird ihr Weg in die Anbaugebiete der Welt so beschrieben:

"Von Indien hat sie sich in alle warmen Gebiete der Alten Welt ausgebreitet. Aus dem Irak sind Beschreibungen der Gurke aus der Zeit um 600 v. Chr. bekannt, aus dem Mittelmeergebiet von 200 v. Chr." (3)

Die Nachweise sind offensichtlich selten. Auch eine Erwähnung zur Römerzeit findet sich:

"Bei den Römern war die Gurke weit verbreitet und beliebt. Plinius der Aeltere nennt sie das Lieblingsgemüse des Kaisers Tiberius und erwähnt, dass die für ihn bestimmten Gurken sogar bei Schlechtwetter hinter Glaswänden geschützt wurden." (4)

Was wir leider nicht erfahren, ist, wie die Gurke zu uns in den deutschsprachigen Kulturraum gekommen ist. Vermutlich wird dazu die Literatur der Archäologen befragt werden müssen, die neben der Vor- und Frühgeschichte und der Antikenforschung auch eine Mittelalterarchaeologie betreiben.

Seltsamerweise ist gerade zur Anbaugeschichte der Salatgurke vom Mittelalter bis in unsere Tage nichts angeführt. Es dürften in dieser langen Zeit sehr viele Zuchtversuche unternommen worden sein. Eindrucksvoll ist die Produktionsmengenangabe:

"2007 wurden weltweit etwa 44 Mio. Tonnen Gurken geerntet." (5)

Doch gehen wir noch der strittigen Herkunftsgeschichte der Salatgurke nach. Eine weitere Information breitet diese Spekulation dazu aus:

"Einerseits soll sie schon vor 4.000 Jahren an den Südhängen des Himalayagebirges kultiviert worden sein, andererseits existieren Aussagen, dass die Gurke ihren Ursprung im tropischen Afrika hat. Demnach soll sie über Ägypten in den südeuropäischen Mittelmeerraum gelangt sein. Im 19.Jahrhundert schließlich gelangte sie auch nach Nordeuropa." (6)

Es dürfte interessant sein, etwas mehr darüber zu erfahren, was zur Geschichte des Anbaus der Salatgurke in den unterschiedlichen Ländern der Erde zusammengetragen wurde. Zu Rußland ist folgender Hinweis nützlich:

"Distribution. India is considered the native land of cucumbers. They were entered into cultivation some thousand years ago. It is believed that the cucumber appeared in Russia before the 9th century, but the first written work regarding this plant was in 1528. From the middle of the 17th century it was a widespread vegetable cultured in Russia. Species is cultivated especially widely in countries of temperate climate. In the USSR it was cultivated on an area of about 220 thousand hectares. The productivity in open ground is from 4 tons per hectare in the Volgo-Vjatskom area and up to 8-10-15 tons per hectare (up to 40) in southern areas. It is cultivated in open ground up to the 65th degree of northern latitude in the European part of Russia and until the 61st degree of northern latitude in the Asian part of Russia (Central regions of Yakutia). The basic crops are concentrated in the central areas of Russia, the Volga region, on Northern Caucasus, Ukraine, in Kazakhstan, Western Siberia." (7)

Wenn zu lesen ist, daß die Gurke sich wahrscheinlich bereits im 9.Jahrhundert in Rußland im Anbau befunden hat, dann wird man eine Ausbreitung der Pflanze im westlichen Europa nördlich der Alpen auch schon um diese Zeit annehmen können.

Beschrieben wird die Pflanze z.B. so:

"Die Gurke ist eine einjährige Pflanze, die niederliegend und kletternd wächst, und dabei ein bis vier Meter lang werden kann. Manche Zuchtsorten wachsen wesentlich gedrungener und kompakter. Die ganze Pflanze ist borstig-steif behaart. Die Blätter sind gestielt und ebenfalls rau behaart. Die Blattspreite ist dabei 7 bis 18 Zentimeter lang und gleich breit. Der Blattgrund ist herzförmig, die Spreite fünfeckig und mit spitzen Enden, leicht handförmig gelappt mit drei bis fünf Lappen. Der Blattrand ist fein gezähnt. In jeder Blattachsel entspringt eine unverzweigte Ranke." (8)

Auch dieser Hinweis will Auskunft über die Herkunft der "Salatgurke" geben. Wir erfahren zugleich etwas zur Namensgebung:

"Im alltäglichen Sprachgebrauch wird die essbare, grüne und feste Beerenfrucht als Gurke, auch als Salatgurke oder Schlangengurke, bezeichnet. Gurken waren bereits den Griechen und Römern bekannt. In das nördliche Europa drangen sie erst im Mittelalter vor." (9)

Es gibt einige Varietäten der Pflanze "Cucumis sativus". Sie unterschieden manche die "Feldgurke" von der "Minigurke", usw. Diese Beschreibung verrät sehr unterschiedliche Gestalten der Gurken, die geerntet werden können, um sie zu essen:

"Bei der Gurkenpflanze handelt es sich um ein Fruchtgemüse mit fleischigen Beerenfrüchten in sehr verschiedenen Formen und Größen. Salatgurken werden bis zu 40 cm lang und ca. 10 cm dick. Sie sind meist gleichmäßig geformt, manchmal walzenförmig oder an den Enden verjüngt, sowie von glatter, mäßig geriefter Schale." (10)

Da die Frucht überwiegend aus Wasser besteht, essen sie manche, um abzunehmen. Über die Inhaltsstoffe liegen Informationen vor, die sich nach Untersuchungen an Gurken auf den Philippinen ergaben:

""Fruit contains dextrose (0.11 to 0.98%); saccharose (0.05 to 0.13%); fixed oil (0.11-0.98%). Seed contains fixed oil (Gurken oil) 25% consisting of oleic acid (58%), linolic acid (3.7%), palmitic acid (6.8%), stearic acid (3.7%); phytine; and lecithine. Aerial parts contain a 14a-methyl D-phytosterol; from the pulp, shikimate dehydrogenase. Leaves contain urea and an alkaloid, hypoxanthine. Seeds are antihelminthic; also, cooling, diuretic, and strenghtening." (11)

Vorsicht ist angebracht bei Gurkenteilen, die bitter schmecken und ungenießbar sind.

""Bei den Cucurbitacinen handelt es sich um giftige Bitterstoffe, die teilweise in glykosidischer Form vorliegen und auch für den bitteren Geschmack von Salatgurken (Cucumis sativus) verantwortlich zeichnen." (12)

Durch den Konsum dieser Bitterstoffe von Gurken soll es zu Todesfällen gekommen sein.

Karl-Ludwig Diehl


Anmerkungen:
(1) zitiert aus:
http://www.chefkoch.de/magazin/artikel/977,0/Chefkoch/Salatgurke.html
(2)-(5) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gurke
(6) zitiert aus:
http://www.lebensmittellexikon.de/s0000120.php
(7) zitiert aus:
http://www.agroatlas.ru/cultural/Cucumis_sativus_K_en.htm
(8) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gurke
(9)-(10) zitiert aus:
http://www.montalegre-do-cercal.com/pflanzenlexikon/Cucumis_sativus.html
(11) zitiert aus:
http://www.stuartxchange.org/Pipino.html
(12) zitiert aus:
http://www.giftpflanzen.com/bryonia_alba.html
gesehen auch in:
http://de.mimi.hu/pflanzen/cucumis_sativus.html

Berg-Steinkraut - Alyssum montanum

Das "Berg-Steinkraut" ist ein Kreuzblütler, und es wird von den Botanikern "Alyssum montanum" genannt. Ein Naturschutz-Handbuch informiert zur Pflanze so:

"Ausdauernd, bis 20 cm hoch. Stengel im unteren Bereich oft etwas verholzt. Blätter ganzrandig, leicht graufilzig behaart. Blüten sattgelb, in reichblütigen Trauben. Blütezeit März - Mai." (1)

Die Wuchshöhe ist bei unterschiedlichen Autoren immer etwas anders angegeben:

"Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 10 bis 25 cm und hat zahlreiche, aufsteigende, ziemlich regelmäßig beblätterte krautige Stängel. Sie besitzen ein etwas holziges Rhizom." (2)

Es wird darauf hingewiesen, daß es vom Berg-Steinkraut zwei Unterarten gibt:
1. Alyssum montanum ssp. montanum L., das ist das eigentliche Berg-Steinkraut.
2. Alyssum montanum ssp. gmelinii, das Sand-Steinkraut genannt wird.
Es soll sehr schwierig sein, die beiden Unterarten auseinander zu halten. (3)

Die Subspezie montanum L. soll an sonnenbeschienenen und felsigen Berghängen wachsen. Offensichtlich behagt der Pflanze ein warmer sonniger Standort in Felsspalten.

"Tief in Felsspalten eindringende Wurzeln sichern die Wasserversorgung." (4)

Das Verbreitungsgebiet der beiden Unterarten der Pflanze ist sehr groß. Sie sind jedoch nur noch selten anzutreffen.

"Alyssum montanum subsp. montanum kommt von Polen über Deutschland, Tschechien, den westlichen Balkan bis nach Frankreich vor. Die A. montanum subsp. gmelinii ist eine mehr osteuropäisch verbreitete Rasse, die von Mittelrussland, Bulgarien, Polen, Deutschland, Tschechien bis nach Österreich vorkommt." (5)

In Rheinland-Pfalz wurde die Pflanze an den Felshängen der Flußtäler der Lahn, der Ahr, der Mosel und der Nahe gefunden, sagt das Naturschutz-Handbuch.

Für Gärten hat man die Pflanze weitergezüchtet und solche Arten entwickelt wie Alyssum montanum 'Berggold', usw. Der gelben Blütenpracht wegen, kann man große gelbe Blumenteppiche aus Zuchtpflanzen in Gärten antreffen. Die wilden Formen der Pflanzen sind vom Aussterben bedroht. Man muß die Pflanzen schützen.

Karl-Ludwig Diehl


Anmerkungen:
(1) zitiert aus: Ministerium für Soziales, Gesundheit und Umwelt von Rheinland (Hg.): Geschützte Pflanzen in Rheinland-Pfalz. Naturschutz-Handbuch, Band II. Mainz, 1983. S.22
(2) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Berg-Steinkraut
(3) siehe dazu in:
http://de.wikipedia.org/wiki/Berg-Steinkraut
(4) zitiert aus: Ministerium für Soziales, Gesundheit und Umwelt von Rheinland (Hg.): Geschützte Pflanzen in Rheinland-Pfalz. Naturschutz-Handbuch, Band II. Mainz, 1983. S.22
(5) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Berg-Steinkraut

Mittwoch, 12. Januar 2011

Waschnussbaum - Sapindus mukorossi

Der "Waschnussbaum" gehoert zur Gattung Seifenbaum und zu den Seifenbaumgewächsen. Die Botaniker haben für ihn die Bezeichnung "Sapindus mukorossi" gewählt. Er findet sich in den Tropen und Subtropen. Erst nach 10 Wachstumsjahren trägt der Baum Früchte. Es sind dies die sogenannten "Waschnüsse", weil mit ihnen Wäsche gewaschen werden kann.

"Waschnüsse sind auch in Europa erhältlich, sowohl als ganze Nüsse als auch in Pulverform, als gebrauchsfertige, halbierte Schalen oder als anwendungsfertige Produkte wie Flüssigwaschmittel.
Für die Wäsche werden die Nüsse geknackt und die Schalen in einem Baumwollsäckchen zur Wäsche in die Trommel gegeben." (1)

Auf die Frage, ob man den "Waschnussbaum" als Nuss bei uns in Europa zum Keimen bringen kann, las ich folgende Empfehlung:

"Um sicherzustellen, dass der Samen des Waschnussbaumes keimt, empfiehlt es sich, den Samen vor dem Aussähen etwa einen Tag lang in kaltes bis lauwarmes Wasser zu legen. Anschließend wird der Samen direkt in den Boden oder zunächst in einen Blumentopf ausgesät. Ausgezeichnet geeignet sind auch Palmentöpfe, zu denen der Waschnusssamen bei ausreichend Platz gepflanzt werden kann. Damit hat der Waschnusssamen von vorneherein einen geeigneten Boden.
Nach dem Aussähen kann frühestens nach etwa 10 Tagen mit einer Keimung gerechnet werden. Wie andere hartschalige Samen kann es aber auch einmal etwas länger dauern. Auch etwa Palmen brauchen mehrere Wochen um zu keimen." (2)

Waschnüsse, die in Europa zum Verkauf kommen, werden oft von Indien aus auf dem Weltmarkt angeboten und gelangen durch den Fernhandel zu uns. Da diese Nüsse auf Containerschiffen transportiert werden, ergibt sich eine günstige Energiebilanz. Für übliche Waschmittel, die von der Industrie hergestellt werden, ist Rohöl nötig, das ebenfalls über große Entfernungen zu transportieren ist. Das Abwasser der mit Waschnüssen gewaschenen Wäsche ist biologisch abbaubar. Das industrielle Waschmittel erzeugt Abwasser, das in Kläranlagen aufwendig zu reinigen ist. Untersuchungen haben jedoch ergeben, daß mit der Waschnuß im Waschwaaser nicht dieselbe Reinigungskraft erzielt werden kann wie mit industriell hergestellten Waschmitteln. Der Handel schreibt:

"Unsere Waschnüsse kommen aus der Himalaja-Region in Nordindien. Dort wachsen sie vornehmlich wild in den Naturwäldern, werden aber auch von den Kleinbauern angepflanzt. Das indische Forstministerium fördert den Anbau des Seifenbaums, indem es Forstbaumschulen anlegt und die Bäume zum Teil kostenlos verteilt. Damit sollen Lücken in den Wäldern geschlossen werden. Viele Bauern pflanzen den Seifenbaum auch in ihre Gärten und an Feldrändern.
Für die lokale Bevölkerung Indiens erfüllt der Seifenbaum viele wichtige Funktionen. Vor allem ist die Sammlung der Waschnüsse eine zusätzliche Einnahmequelle für ländliche Familien, da die Nüsse regelmäßig auf den lokalen Märkten verkauft werden. Da der lokale Markt allerdings begrenzt ist, produziert die Natur wesentlich mehr Waschnüsse, als sich auf dem einheimischen Markt absetzen lassen. Ein Großteil der Waschnüsse bleibt somit ungenutzt.
Eine Übernutzung der natürlichen Bestände kann daher ausgeschlossen werden.
Im Gegenteil: die Sammlung der Waschnüsse und das damit erzielte Einkommen erhöht den Wert der Wälder für die einheimische Bevölkerung, wodurch die Abholzung für die Gewinnung von Brennholz reduziert werden kann." (3)

Recherchiert man weiter zum "Waschnussbaum", stößt man auf diesen Hinweis:

"Die Waschnuss ist die Frucht des Waschnussbaumes (Sapindus Mukorossi) hinter der rauen Schale steckt das begehrte Saponin, eine seifenhältige Substanz, völlig pH-neutral und von der Umwelt leicht abbaubar. Der Waschnussbaum war ursprünglich in Südindien beheimatet, doch heutzutage findet man ihn über ganz Indien verbreitet." (4)

Demnach wäre der Baum in Südindien beheimatet gewesen, doch wird anderswo ein Verbreitungsgebiet von Afghanistan bis China angeführt. Statt guter Beschreibungen der Pflanzen und des ausgewachsenen Baumes finden sich unzählige Hinweise auf die Verwendung der Waschnuß als Waschmittel.

"Der Waschnussbaum erreicht einen Höhe von bis zu 15 m. Die Blätter werden werden bis zu 30 cm lang.
Im April bis Mai bilden sich viele weiße Blüten. Zum Herbst hin bilden sich die Früchte. Wenn sie Reif sind (September/Oktober), haben sie eine goldene Farbe und sind klebrig. Beim Trocknen lässt die Klebrigkeit nach und sie verfärben sich zu rotbraun." (5)

Solche Beschreibungen sind mehr als dürftig. Man wird also auf die Suche nach weiteren Hinweisen zu diesem Baum gehen müssen.

Karl-Ludwig Diehl


Anmerkungen:
(1) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Waschnussbaum
(2) zitiert aus einem Hinweis vom 12.Februar 2008 in:
http://www.cosmiq.de/qa/show/756613/Waschnussbaum-aus-samen-ziehen-wie-geht-das/
(3) zitiert aus:
http://www.nature.de/artikel/hobby/descript/waschnuss.htm
(4) zitiert aus:
http://www.franzis-natur.com/2009/02/

Montag, 10. Januar 2011

Zuckerahorn - Acer saccharum

Der Baum "Zuckerahorn" ist in den Laubwäldern der östlichen USA und Kanadas aufzufinden, wo er "Rock Maple" genannt wird. Die Bezeichnung der Botaniker lautet "Acer saccharum". Der Baum lockt im sogenannten "Indian Summer" viele Menschen nach Neuengland und Ostakanada, weil das Laub im Herbst scharlachrot leuchtet. Wälder, die so leuchtende Farben im Herbst zeigen, sind als Erlebnis wirklich eindrucksvoll. Sie sind aber nicht leicht zu finden, da auch in diesem Teil der Welt Waldwirtschaft betrieben wird. Leichter ist der Ahornsirup anzutreffen.

"Bevor während des ersten Saftflusses die Knospen anschwellen, wird Saft abgezapft, der frisch getrunken, zu einem milden Essig fermentiert oder zu einem besonders süßen Ahornsirup eingedampft werden kann." (1)

Der Zuckerahorn hat spitz gezähnte Blätter mit 3 bis 5 Blattlappen. Seine Rinde sieht hellgrau aus, und der Baum wird bis zu 35 m oder 40 m hoch. Die Angaben zur Baumhöhe können ganz unterschiedlich ausfallen.

Früher hatte man den Zuckerahorn zur Familie der Ahorngewächse, also den Aceraceae, gezählt, zieht es jetzt aber offensichtlich vor, ihn jetzt zu den Seifenbaumgewächsen, das sind die Sapindaceae, zuzuordnen. Die Namensgebung des Baumes habe mit der Zuckergewinnung zu tun. Man bohre dazu den Baumstamm an und lasse den Baumsaft herauslaufen. Innerhalb von vier Wochen liefere ein guter Baum 50 bis 100 Liter Saft, der zu Ahornsirup verarbeitet werden könne. (2)

Der Bast der Rinde des Baumes läßt sich wie der Baumsaft als Lebensmittel nutzen:

"Die Indianer nutzten den abgeschabten Bast als Mehl." (3)

Doch damit nicht genug, man kann auch den Samen einweichen, kochen und dann essen, genauso dient er geröstet als Nahrungsmittel, informiert uns Bremness.

"Die Blütezeit des Baumes liegt im April vor dem Ausbruch des Laubes. Die Blüten stehen dabei in Büscheln an 5 cm langen Stielen. Die Früchte reifen im Herbst. Es handelt sich hierbei um die für Ahorne typischen Flügelfrüchte, die bei dieser Art 3 bis 5 cm lange und fast parallel gestellte Flügel besitzen." (4)

Das Holz dieses Baumes wird so beschrieben:

"Rahmweiß mit rötlicher Tönung, manchmal mit dunkelbraunem Kern. Für gewöhnlich geradfasrig, oft aber wirbelwüchsig und wellig mit dünnen braunen Linien, die die Eachstumsringe auf dem Wuerschnitt abbilden. Gleichmäßig feine und glänzende Textur." (5)

Man verwende dieses Holz zum Beispiel für

"Industrieböden, Rollschuhbahnen, Tanzhallen, Hackblöcke, Klaviermechaniken, Sportgeräte, Drechseln" (6)

Wenn ein solcher Baum für industrielle Zwecke nutzbar ist, wird er sicherlich weithin abgeholzt und neu angepflanzt.

"Zuckerahorn wird in Europa hauptsächlich in der besonderen Wuchsform des Vogelaugenahorns als geschältes beziehungsweise tangential geschnittenes Furnier (teil durchgefärbt) für dekorative Zwecke verwendet. Der Einsatz des schlichten Vollholzes ist vor allem in Nordamerika verbreitet, wo es für stark beanspruchtes Parkett, Kegelbahnen und Möbelteile Verwendung findet." (7)

Um das Holz verarbeiten zu können, muß es trocknen.

"Die Trocknung der Ahornhölzer verläuft bei den leichten Arten (Soft maple) schnell und beim Zuckerahorn (Hard maple) deutlich langsamer." (8)

Der Zuckerahorn, was schon der Name vermuten läßt, ist ein Gehölz, das von den Menschen als Nutzpflanze auf sehr viele Arten ausgenutzt wird. Das macht eine weitere Beschäftigung mit der Pflanze lohnend.

Karl-Ludwig Diehl


Anmerkungen:
(1) zitiert aus: Lesley Bremness: Kräuter. Starnberg, 2005 (englische Ausgabe 1994). S.33
(2) siehe dazu z.B. in:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zucker-Ahorn
(3) zitiert aus: L.Bremness, wie vor, S.33
(4) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zucker-Ahorn
(5)-(6) zitiert aus:
http://www.modellskipper.de/Archive/Holzlexikon/Dokumente/Holzarten_Abschnitt_Z/Zuckerahorn.htm
(7)-(8) zitiert aus:
http://www.bauen-im-kreis-fulda.de/bauen-und-renovieren/holzarten/ahornholzer

Donnerstag, 6. Januar 2011

Balsam-Tanne - Abies balsamea

Der "Canada Balsam", oder die "Balsam-Tanne", auch "Balsamtanne" geschrieben, wird von den Pflanzenkundlern "Abies balsamea" genannt. Diese Fachbezeichnung der Botaniker enthält das Wort "Abies", das auf die Gattung der "Tannen" verweist. Zum Wort "balsamea" fand sich ein Hinweis:

"balsamea = wohlriechend (bezieht sich auf das Harz und den Duft der Nadeln)" (1)

Was hat es mit dieser Baumart auf sich?

"Sie wächst im nordöstlichen Nordamerika, wo sie sowohl Tief- als auch Bergland besiedelt. Sie gilt als relativ anspruchslos gegenüber dem Standort und ist frosthart." (2)

Es heißt,

"Balsamtannen haben aromatische Nadeln und purpurne Zapfen" (3)

und:

"die Rinde umschließt Harztropfen." (4)

Man schneide die Rinde an, damit das Harz herausläuft. Es wird zu Heilzwecken verwendet.

"Die Balsam-Tanne ist ein Flachwurzler und deshalb sehr anfällig gegenüber Windbrüchen. Die Wurzeln wachsen selbst an tiefgründigen Standorten nicht tiefer als 60 bis 75 Zentimetern. Einzig für Sandböden im nördlichen Ontario ist eine Wurzeltiefe von 137 Zentimetern nachgewiesen. Selten kommt es zur Bildung einer Pfahlwurzel, die jedoch meist schon nach kurzer Zeit abstirbt. Die Feinwurzeln bilden ein dichtes Polster in den oberflächennahen und humusreichen Bodenschichten. Nicht selten kommt es zu Wurzelverwachsungen mit benachbarten Bäumen." (5)

Auch andere Einzelheiten der Baumart sind beschrieben. Zu den Blättern wird formuliert:

"20 - 35 mm lang, oberseits dunkelgrün, auf der Unterseite zwei schwach silbrig-weiße Stroma-Streifen. Apex rundlich, Basis ungestielt. Die Nadeln riechen beim Zerreiben stark aromatisch." (6)

Über die Blüten erfahren wir:

"weibliche Einzelblüten, purpurrot, aufrecht stehend, kugelig oder eiförmig, ca. 2 cm groß, zweigoberseits an der Spitze der Oberkrone, männliche Blüten in Gruppen, länglich, gelb bis rötlich, 3-6 mm lang, an Zweigunterseiten im mittleren Kronenbereich." (7)

Es gibt auch eine Zwergform dieser Balsamtanne:

"Die Zwerg-Balsam-Tanne aus der Familie der Kieferngewächse ist die Zwergform der Balsam-Tanne. Sie hat einen kugligen Wuchs und wird bis 0,80 m hoch und etwa 1,50 m breit. Diese Tanne eignet sich für den Steingarten. Sie ist schattenverträglich. Allerdings reagiert sie auf Trockenheit empfindlich." (8)

Wie das Harz gewonnen wird und wozu es nützt, dazu fand sich eine Erläuterung:

"Das Harz ist relativ dünnflüssig und lässt sich leicht durch das Ausdrücken der Harzblasen gewinnen, einfach die Blase anstechen, Löffel drunterhalten und Blase ausdrücken.
Das so gewonnene Harz heißt Kanadabalsam (syn. Kanadisches Terpentin), der durch Aufstechen der Harzanschwellungen in der Rinde gewonnene Balsam.
Inh.: äther. Öl (16-27 %), Harz (70-80 % mit Harzsäuren komplexer Zusammensetzung), Bitterstoffe, Bernsteinsäure, Essigsäure, Ameisensäure. Die Wirkung des ätherischen Öles reicht ebenfalls von Atemwegsproblemen bis hin zu rheumatischen Problemen." (9)

In einem älteren Text fanden sich diese Formulierungen zur "Balsam-Tanne":

"Die Balsamtanne, Pinus balsamea, gehört in Canada und Virginien zu Hause, bringt in Deutschland reifen Saamen, und möchte auch im nördlichen Europa angepflanzt werden können.
Die Nadeln sind kürzer und breiter als die der Edeltanne, und unten mit zwei weissen Streifen in Punkten versehen. Die Blüthen zeigen sich im Mai, die Zapfen sind länglich, bräunlich und aufwärts sitzend. Im November wird der Saame reif und fliegt im März ab. Man pflückt die Zapfen in den Wintermonaten.
Diese Tanne ist zärtlicher als die Edeltanne und erreicht die Höhe und Stärke derselben nicht. Die Beulen am Stamm geben einen wohlriechenden Terpentin.
Der Saame wird vier und zwanzig Stunden in Wasser eingeweicht, in Rinnen in gute Gartenerde gelegt und sehr wenig bedeckt. Die jungen Pflanzen kann man 2 - 3 Fuß von einander setzen.
In Nordamerika benutzt man das Holz zum Schiffbau, und nimmt Masten zu Kriegs- und Kauffartheischiffen davon." (10)

Daraus wird ersichtlich, daß das Holz sich zum Bau von Schiffen eignete und dazu auch verwendet wurde. Zum Verbreitungsgebiet
gibt dieser Text Hinweise:

"Die Balsamtannen stehen entweder in reinen, gleichaltrigen, undurchdringlichen Wäldern oder gemischt mit Fichte, Birke, Ahorn Pappel und dem Abendländischen Lebensbaum. Auffallend ist die regelmäßige, kandelaberförmige Krone der Tanne, die im Gegensatz zu den oft bizarren Kronenformen der Fichten steht. Die Heimat dieser Bäume erstreckt sich über den ganzen amerikanischen Kontinent von Neufundland im Osten bis Yukon im Westen." (11)

Eine weitere Beschäftigung mit dem Baum lohnt sich gewiss.

Karl-Ludwig Diehl


Anmerkungen:
(1) zitiert aus:
http://www.baumkunde.de/Abies_balsamea/
(2) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Balsam-Tanne
(3)-(4) zitiert aus: Lesley Bremness: Kräuter. Starnberg, 2005 (englische Ausgabe 1994). S.32
(5) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Balsam-Tanne
(6)-(7) zitiert aus:
http://www.baumkunde.de/Abies_balsamea/
(8) zitiert aus:
http://www.diplomlandespfleger.de/abiesbalsameanana.html
(9) zitiert aus:
http://der-jiaogulan-garten.blogspot.com/2010/10/die-balsam-tanne-botanisch-abies.html
(10) zitiert aus: Hermann Friedrich Becker: Über Cultur, künstliche Bildung und Fällung des Schiffsbauholzes. Leipzig, 1804; digital aufrufbar:
http://books.google.de/books?id=5Ho5AAAAcAAJ&pg=PA83&lpg=PA83&dq=Balsamtanne&source=bl&ots=DamZJ0Ca5Y&sig=zkSB-96RFYHKXuc7KHP1CptpJXE&hl=de#v=onepage&q=Balsamtanne&f=false
(11) zitiert aus:
http://www.weltwald-harz.de/index.php?id=1777

Freitag, 31. Dezember 2010

Hainbuche - Carpinus betulus

Das Haselnußgewächs mit der botanischen Bezeichnung "Carpinus betulus" nennen wir in deutscher Sprache "Hainbuche".

"Wegen ihres weißlichen harten Holzes nennt man die Hainbuche auch "Weißbuche"." (1)

Die Zuordnung wirkt strittig, denn es heißt anderswo:

"Die Hainbuche (Carpinus betulus), auch Weißbuche oder Hagebuche genannt, gehört zur Gattung der Hainbuchen aus der Familie der Birkengewächse(Betulaceae). Sie wächst als mittelgroßer, laubabwerfender Baum in Europa und Westasien." (2)

Neben "Hainbuche" tauchen also Benennungen wie "Weißbuche" und "Hagebuche" auf. Zu den Benennungen fanden sich Hinweise:

"Die Namen Hainbuche wie auch Hagebuche leiten sich vom althochdeutschen „haganbuoche“ ab, wobei hag "Einzäunung", "Hecke" bedeutet, und sich auf die Schnittfähigkeit der Pflanze bezieht. Ersterer, jüngerer Name steht ab dem Mittelalter zu Hain "kleiner Wald" als Wortbildung zu Hag, da Hainbuchen klimatolerant sind und auch auf dem freien Feld gut gedeihen und daher Haine bilden können. Der zweite Namensteil "Buche" rührt von der äußerlichen Ähnlichkeit mit der Rotbuche (Größe, Form und Nervenmuster der Blätter, glatte Rinde) her; in anderen Merkmalen (Habitus, Früchte) sind Hainbuchen und Buchen jedoch völlig verschieden. Von Hagebuche kommt das Adjektiv hanebüchen für derb, grob (hartes, zähes Holz).
Der Name Weißbuche beruht auf der im Gegensatz zur Rotbuche hellen Holzfarbe der Hainbuche." (3)

Der Erfindungsreichtum der Menschen ist immer sehr groß, was sich auch darin zeigt, für was diese Pflanze eingesetzt wird. So heißt es zum "Lebensbaum" Hainbuche:

"Die im Baumzeichen der Hainbuche Geborenen sind die Zuversicht in Person. Unbeirrbar halten Sie an ihren Vorhaben fest und bringen sie durch ihre bewundernswerte Beharrlichkeit sicher zum Erfolg. Unbezwingbar ist ihr Siegeswille, wenn sie für ein lohnenswertes Ziel kämpfen. Ihre feste Überzeugung in die eigene Kraft und Unverwüstlichkeit lässt sie immer wieder neu erwachsen. Geduldig ertragen sie Unabänderliches und nehmen dabei allergrößte Belastungen auf sich. Manche Verletzung ihrer Seele ertragen sie geduldig und lässt sie in einem Licht der absoluten Unverwundbarkeit erstrahlen. Ihr bewahrendes Wesen wird ihnen durch eine besondere innere Haltung der Gewissheit des Vergänglichen verliehen. Sie stehen über den Dingen und erhellen dadurch das Leben ihrer Mitmenschen." (4)

Es wird gemeint, die vom 2. bis zum 11.Dezember seien die im "Baumzeichen der Hainbuche Geborenen" und hätten die oben genannten Eigenschaften. Wer daran glaubt, ist mit den seltsamen Denkinhalten langzeitig beschäftigt. Die mythische Welt des Lebensbaumes kennt viele Ausprägungen. (5)

"Der persönliche Lebensbaum und auch der gemeinsame Hochzeitsbaum sind dauerhafte Begleiter durch unser Leben. Seit Jahrtausenden besteht zwischen der mächtigsten Pflanze der Erde und dem Menschen eine tiefe Verbindung. Der "Lebensbaum" erinnert uns daran, dass wir immer mit den Wurzeln unserer Herkunft - der Natur und unserer Familie - verbunden sind. Er ist das besondere Geschenk zur Geburt, Taufe oder zum Geburtstag. " (6)

Doch bleiben wir lieber bei der Systematik, um die Zuordnung der Baumart zu verstehen:

"Die Hainbuchen oder Weißbuchen (Carpinus) sind eine Gattung der Familie der Birkengewächse. Es sind sommergrüne Bäume und Sträucher der gemäßigten nördlichen Hemisphäre. Die einzige in Mitteleuropa heimische Art ist die Hainbuche.
Trotz ihres Namens ist die Hainbuche nicht näher mit den Buchen verwandt." (7)

Doch innerhalb der Birkengewächse gibt es noch eine Einteilung:

"Innerhalb der Birkengewächse bilden die Hainbuchen zusammen mit den nahe verwandten Gattungen Hopfenbuchen (Ostrya) und der Haselnüsse (Corylus) die Unterfamilie der Haselnussgewächse (Coryloideae), die von manchen Autoren auch als eigene Familie geführt wird. Zur Gattung Carpinus gehören 30 bis 35 Arten." (8)

Damit ist der Problemkreis endlich eingegrenzt. Nun gehen wir zu den Beschreibungen über:

"Blätter etwas faltig und scharf doppelt gesägt. Stamm mit gedrehten Längswülsten; Borke glatt, dunkelgrau mit helleren Längsstreifen. Männliche und weibliche Blüten in getrennten Kätzchen." (9)

Es lohnt sich, möglichst viele Beschreibungen zu sammeln:

"Die Hainbuche ist ein sommergrüner Laubbaum, der Wuchshöhen bis 25 Meter und Stammdurchmesser von bis zu einem Meter erreicht. Im Kaukasus wird der Baum bis 35 Meter hoch. Das Höchstalter beträgt etwa 150 Jahre. Die Stämme bilden in geschlossenen Beständen acht bis zehn Meter lange Schäfte aus, im Extremfall auch bis 18 Meter lange. Der Stamm hat meist einen unregelmäßigen Querschnitt (spannrückig). Häufig ist der Stamm krumm.
Die Äste sind bei jungen Bäumen senkrecht orientiert und biegen im Alter in die Horizontale um. Die Kronen sind dicht und setzen sich aus weit ausladenden Ästen der unteren Bereiche und senkrecht orientierten Ästen der oberen Bereiche zusammen. Freistehende Bäume bilden mächtige, breit-ovale Kronen." (10)

Anderswo fand sich dieser Hinweis:

"Die Blätter der Hainbuche haben eine längliche bis ovale Form. Vorn endet das Blatt in einer kleinen Spitze. Das Hainbuchenblatt ist etwa 4 - 10 cm lang. Am Stielansatz ist es meist asymetrisch. Der Blattrand ist scharf doppelt gesägt, wobei die einzelnen Blattzähne sehr klein sind.
Beide Seiten des Blattes glänzen leicht, zwischen den Blattadern sind deutliche Rippen zu sehen und zu fühlen. Das Hainbuchenblatt hat eine frische, dunkelgrüne Farbe." (11)

Weitere Hinweise sind:

"Die 3 - 5 cm langen, hängenden Blütenstände des Baumes erscheinen zur gleichen Zeit wie die Blätter. Die weiblichen Kätzchen sind grün und locker. Die männlichen Kätzchen sind etwas dicker und blassgrün bis bräunlich. Männliche und weibliche Kätzchen kommen auf dem gleichen Baum vor." (12)

Aber auch:

"Die grünen Früchte sitzen in der Mitte von drei großen Flügeln.
Die Knospen der Hainbuche sind sehr schlank und liegen dicht am Zweig an." (13)

Mit diesen Beschreibungen soll es erst einmal genug sein, und wir gehen dazu über, darauf hinzuweisen, daß Hainbuchen gerne gepflanzt werden, um Hecken zu bilden:

"Eine Hainbuchenhecke treibt zum Frühjahr mit frischgrünem Laub aus und ist sehr gut schnittverträglich. Nach jedem Heckenschnitt können sich Hainbuchen schnell wieder regenerieren und wachsen somit gut wieder nach. Das Schneiden an diesen grünlaubigen Hecken sollte aber regelmäßig erfolgen, um ein zu starkes Verholzen der Äste und Zweige zu vermeiden. Auch das Wurzelwerk der Hainbuche hat ideale Eigenschaften zur Bodenbefestigung." (14)

Baumschulen leben davon, Hainbuchen zu ziehen, um sie an Wohnhausbesitzer verkaufen zu können, die als Hobbygärtner um ihre Grundstücke Hecken pflanzen wollen. Daraus resultiert ein andauernder Heckenzuschnitt, der im hohen Alter den Hausbesitzern große Probleme bereiten kann.

Die Hainbuche als Baum ist sehr alt und schon lange in Europa heimisch:

"Bereits vor etwa zehn Millionen Jahren, im Pliozän, war die Hainbuche (Carpinus betulus L.) in Europa heimisch. Bekannt ist sie auch unter dem deutschen Namen Hagebuche (mittelhochdeutsch, hac = Gebüsch, Einfriedung), Hornbuche, Steinbuche und Weißbuche." (15)

Den Land- und Waldbauern dient sie als Nutzholz:

"Für den Aufbau von Windschutzstreifen eignet sich Hainbuche von der Ebene bis in die mittleren Gebirgsstufen. Die abgestorbenen Blätter hält sie den ganzen Winter über und bietet damit während der rauhen Jahreszeit weiterhin Schutz. Der Waldbauer schätzt die Hainbuche als „dienende“ Baumart mit vielerlei Qualitäten. Sie ist ausdauernd und hilft, die Schäfte von Eiche oder Esche zu ummanteln und zu beschatten; sie beschattet auch den Boden, der durch das abgeworfene, leicht zersetzliche Laub guten Müll bildet; die Herzwurzel erschließt den Boden; und als Halbschatten- oder Schattenbaumart kann sie überall dort, wo sie noch nicht ist, gepflanzt werden. In Eichenkulturen wurde sie deshalb meist mit der Eiche gleichzeitig gepflanzt, auch um den Verbiss durch Wild auf sich zu ziehen." (16)

Bei der Holzverarbeitung ist einiges zu beachten:

"Die Hain- oder Weißbuche ist das schwerste sowie härteste einheimische Holz, das schon seit altersher verwendet wird. Aufgrund des schlichten Aussehens und der meist nur geringen Dimensionen sowie der besseren physikalischen Festigkeitseigenschaften als bei heimischen Eichen und Rotbuchen, werden die Hölzer der Hainbuche überwiegend für technische Zwecke oder wegen ihrer guten Bearbeitbarkeit verwendet. Außer der in Europa verbreiteten Hainbuche werden, neben anderen Arten dieser ebenfalls in Asien und Amerika vorkommenden Gattung Carpinus, auch die teils noch härteren Hölzer der ähnlich weit verbreiteten Hopfen- oder Schwarzbuchen aus der nahe verwandten Gattung Ostrya verwendet." (17)

All das läßt bereits erkennen, wie umfangreich das Wissen zur Hainbuche sein wird, das sich noch zusammensuchen läßt.

Karl-Ludwig Diehl


Anmerkungen:
(1) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.116
(2)-(3) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hainbuche
(4) zitiert aus:
http://www.baumkreis.de/lebensbaeume/02-dez-11-dez/index.html
(5) siehe dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Baum_des_Lebens
(6) zitiert aus:
http://www.baumkreis.de/
(7)-(8) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hainbuchen
(9) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.116
(10) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hainbuche
(11)-(13) zitiert aus:
http://web.uni-frankfurt.de/fb15/didaktik/Baum/htmlseiten/hainbuche.html
(14) zitiert aus:
http://www.baumschule-pflanzen.de/laubhecken_hainbuchen.shtml
(15)-(16) zitiert aus:
http://www.sdw.de/wald/baum_infos/faltblatt-hainbuche/hainbuche.pdf
(17) zitiert aus:
http://www.holzhandel.de/hainbuche.html

Samstag, 25. Dezember 2010

Rot-Buche - Fagus sylvatica

Die "Rot-Buche" gehört zu den Buchengewächsen und hat die wissenschaftliche Bezeichnung "Fagus sylvatica". Buchenholz sei schwach rötlich, daher werde sie so genannt, liest man hier und da in Erklärungen.

"Die Rot-Buche ist der häufigste natürlich in Mitteleuropa vorkommende Waldbaum." (1)

Meist sagen die Leute nicht "Rot-Buche" zu diesem Baum:

"Bei der Namensgebung ist zu erkennen, dass für die Rotbuche in der Umgangssprache der Begriff "Buche" die gebräuchlichere Form ist." (2)

Die meisten Personen, die nur das Wort "Buche" benutzen, werden mit der Bezeichnung "Rot-Buche" Probleme haben, weil sie meinen, mit diesem Wort sei die "Blutbuche" gemeint, die statt grüner Blätter dunkelrotes Laub entwickelt.

Als Buchen bezeichnen die Botaniker jedoch eine Gattung der Buchengewächse, in der zehn Arten von Buchen zur Gattung zusammengehören. Die "Rot-Buche", die oft als "Buche" bezeichnet wird, ist nur eine Art der zehn Arten der Gattung "Buche/Fagus".

Bei der Suche danach, wie sich die Namensgebung erklärt, stieß ich auch auf diese Anmerkungen, die zudem andere Hinweise bieten:

"Buchenholz ist schwach rötlich (Name!). Es ist vielseitig verwendbar (Zelluloseindustrie, Möbelholz). Bucheckern wurden vor allem in Notzeiten zur Ölgewinnung genutzt. "Buchstabe" leitet sich möglicherweise von Runenstäbchen aus Buchenholz ab. Auch in vielen Ortsnamen ist das Wort "Buche" enthalten." (3)

Die Buche ist nach der Eiszeit in viele mitteleuropäische Gebiete erneut eingewandert, was andererseits sagt, sie sei zuvor in denselben Gebieten heimisch gewesen:

"Die Buche ist in ganz Mitteleuropa heimisch. Sie ist nach der Eiszeit vor 4.500 J. wiedereingewandert. Unter natürlichen Bedingungen wäre der größte Teil Deutschlands mit Buchen- oder Buchen-Mischwäldern bedeckt. In Deutschland hat die Buche einen Anteil von ca. 14% an der Gesamtwaldfläche von 10.8 Mio ha. In Deutschland finden sich heute die ausgedehntesten Buchenwälder in Schleswig-Holstein, in Mecklenburg, im Eichsfeld, in den Mittelgebirgen West- und Mitteldeutschlands sowie in Süddeutschland, im Spessart auf der Fränkischen Platte, im Steigerwald, auf der Schwäbischen und Fränkischen Alb." (4)

Als Nutzholz hat sie zu vielen Verwendungen geführt:

"Mit rd. 250 bekannten Verwendungsgebieten ist die Buche in den letzten Jahren zu der am vielseitigsten gebrauchten Holzart unter den einheimischen Hölzern geworden." (5)

Die Holzwirtschaft wird also großen Wert auf Buchenwälder legen, um Nutzholz zur Verfügung zu haben. Von einem Gärtner, der Rot-Buchen für Heckenbildungen anpflanzt, ist eine solche Lobeshymne geschrieben worden:

"Die Rotbuche ist der Mercedes unter den heimischen, sommergrünen Heckenpflanzen. Das glänzende dunkelgrüne Laub ist sehr zierend und die Hecke sieht dadurch immer gesund und kräftig aus." (6)

Vermutlich meint er, den Mercedes als hochwertigen Wagen einstufend, auch die Rotbuchenhecke sei hochwertig. Es lohnt sich, nach Beschreibungen der "Rot-Buche" zu suchen, um sie zu vergleichen:

"Rotbuchen können fast 40 Meter hoch werden bei einem unteren Stammdurchmesser von einem Meter und mehr. Der Stamm ist mit einem ausgedehnten Wurzelsystem im Boden verankert. Ihre weitverzweigte, flache Bewurzelung ermöglicht es der Rotbuche auch in untiefen Böden über Felsengrund festen Stand zu gewinnen: eine Vielzahl von kleinen Wurzeln dringt in die Gesteinslücken ein und befestigt den Baum. Anfang Mai schlagen die Rotbuchen aus - ihre schlanken, spitzen Blattknospen strecken und öffnen sich und die ovalen, kurzgestielten Blätter drängen zur Entfaltung. Die Blattfläche oder Blattspreite der Rotbuchenblätter, deren glatte Ränder leicht gewellt sind, ist von Adern oder Blattnerven durchzogen, die von der Mittelrippe schräg zum Blattrand verlaufen. Eine solche Anordnung nennt man fiedernervig." (7)

Bucheckern produziert die Buche nicht jedes Jahr in gleichem Umfang, deshalb ist formuliert:

"Nur alle fünf bis zehn Jahre erzeugt die Rotbuche außergewöhnlich viele Früchte; solche Jahre bezeichnet man als Mastjahre, eine Bezeichnung, die noch aus der Zeit stammt, als man Schweine in den Wald trieb, damit sie sich dort an den Wildfrüchten mästeten." (8)

Das Holz der Buche sei hart und schwer, heißt es. Die Bucheckern wurden in Notzeiten auch von Menschen als Lebensmittel genutzt. Sie sind jedoch mit Vorsicht zu geniessen:

"Rohe Bucheckern,die wohlschmeckenden Früchte der Buchen, enthalten Fagin und sind dadurch leicht giftig." (9)

Das Wissen von der Giftigkeit muß nicht sehr alt sein:

"Trotz der leichten Giftigkeit wurde im 19. Jahrhundert aus den Nüssen Öl gepresst das sowohl beim Kochen als auch als Lampenöl Verwendung fand." (10)

Möglicherweise war von der Giftigkeit der Bucheckern im 19.Jahrhundert noch wenig bekannt.

Bei Regen entstehen für den Baum durchaus Schäden im Wurzelbereich:

"Buchen leiten das Regenwasser aufgrund ihrer glatten Rinde und der Kronenform den Stamm hinab - die Verjüngung am Stammfuß wird also bevorzugt mit Wasser versorgt. Durch menschlichen Einfluss bringt der Regen heute Säure mit. Der Effekt der Wasserzuleitung hat sich somit ins Gegenteil gewandt." (11)

Doch wenden wir uns nochmals der Nutzholzverwendung zu, denn es gibt etliche interessante Hinweise:

"Buchenholz ist schwer, hart, sehr zäh, tragfähig, dafür aber nur wenig elastisch, außerdem schwindet es stark. Sein Stehvermögen kann als mäßig bis gut bezeichnet werden. Bei der Trocknung muss Sorgfalt walten, da Buchen zum Verstocken und Reißen neigen. Nach Einschneiden sollte das Holz vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden und trocken im Schuppen gelagert werden. Darüber hinaus ist Rotbuchenholz nicht witterungsfest und hat eine hohe Anfälligkeit für Insekten und Pilze. Die Verarbeitung macht keine große Mühe, leichtes, sauberes Arbeiten ist möglich. Sägen, Schälen und teilweise auch Messern ist anwendbar. Und auch bei der Oberflächenbehandlung sind die gängigen Mittel einsetzbar. Vor allem Beizen und Polieren funktionieren hervorragend. Rotbuchenholz ist sehr vielseitig einsetzbar, besonders als Furnier. Als Schälfurnier zur Erzeugung von Formsperrholz beispielsweise, aber auch als Messerfurnier für Türen oder als Pressholz. Vor Furniererzeugung ist eine gute Dämpfung empfehlenswert. Gedämpft ist es dann sehr biegsam und eignet sich gut für die Sitzmöbelproduktion. Als Vollholz wird Buchenholz für Parkett oder Schwellen eingesetzt. Aber auch im Fahrzeugbau kommt es zum Einsatz, ebenso für die Herstellung von Werkzeugteilen und Spielzeug. Als Brennholz leistet die Buche ebenfalls hervorragende Dienste." (12)

Das sagt uns, eine Weiterbeschäftigung mit der "Rot-Buche" lohnt sich aus vielen Gründen.

Karl-Ludwig Diehl


Anmerkungen:
(1) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.116
(2) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rotbuche
(3) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.116
(4)-(5) zitiert aus:
http://www.inaro.de/deutsch/KULTURPF/Baeume/Buche.htm
(6) zitiert aus:
http://www.derkleinegarten.de/hecken1_rotbuche1.htm
(7)-(8) zitiert aus:
http://wald.lauftext.de/welt-der-pflanzen/rotbuche-und-gemeine-fichte/die-rotbuche.html
(9)-(11) zitiert aus:
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Rotbuche.html
(12) zitiert aus:
http://www.hilfreich.de/wohnen/moebel/holzarten/rotbuche/

Dienstag, 21. Dezember 2010

Abendländischer Lebensbaum - Thuja occidentalis

Der zu den Zypressengewaechsen zählende "Abendländische Lebensbaum", der im nordamerikanischen Seengebiet heimisch sein soll und von den Botanikern "Thuja occidentalis" genannt wurde, ist auch in Europa anzutreffen. (1) Er wird gerne auf Friedhöfen angepflanzt. Da er sich zum Aufbau von Hecken eignet, trifft man sehr häufig grüne Gartenmauern an, die aus solchen Thuja-Pflanzen bestehen.

"Die schuppenförmigen Blätter duften zerrieben nach Äpfeln." (2)

Bergau, Müller, Propst und Schäfer beschreiben die Pflanze so:

"Zweige abgeflacht, mit dicht anliegenden Schuppen; in der waagerechten Ebene verzweigt; Gipfeltrieb aufrecht. Zapfen eiförmig, nur 1,5 cm lang, mit spiralig angeordneten Schuppen." (3)

Diese Autoren erwähnen wie einen Gegensatz zum "Abendländischen Lebensbaum" den "Orientalischen Lebensbaum". Der "Abendländische Lebensbaum", so sagen sie ebenfalls, sei den Indianern Nordamerikas Nutzholzlieferant gewesen und vieles spreche dafür, daß er im Jahre 1539 bereits nach Europa gelangte. Die Pflanze lebe vorzugsweise auf neutralen bis alkalischen Böden. (4)

"Das Holz, die Zapfen sowie die Zweigspitzen enthalten ätherische Öle aus Monoterpenen, wobei Thujon den größten Teil ausmacht. Somit ist der Verzehr giftig. Schon durch das Berühren der Zweigspitzen kann es auf den betroffenen Stellen zu Rötungen und Juckreiz kommen. Nach Verzehr giftiger Pflanzenbestandteile kann es neben Schleimhautreizungen zu Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Brechreiz, Blähungen und Durchfall kommen. In seltenen Fällen wurden Schäden an Nieren und Leber sowie Krampfanfälle beobachtet." (5)

Neben der Giftigkeit, die Leiden auslösen kann, gibt es jedoch auch eine Heilwirkung, die von der Pflanze ausgehen kann:

"Der immergrüne Lebensbaum, Thuja occidentalis, wird bis zu 20m hoch und darf nicht mit Thuja orientalis verwechselt werden. Die würzig riechenden, frischen Zweigspitzen von Thuja occidentalis werden im Frühjahr vor der Blütezeit gesammelt, um daraus die Tinktur für die homöopathische Arznei zu bereiten." (6)

Laien werden davor gewarnt, sich selbst ein solches Arzneimittel aus Thuja zuzubereiten. Ein interessanter Hinweis ist auch dieser:

"In der Frühzeit wurde das Holz bei Opfern zum Räuchern verwendet. Thuja kommt vom griechischen Wort „thyon", das „opfern, räuchern" bedeutet." (7)

Anderswo fand sich dieser zusätzliche Hinweis, der auf die orientalische Baumausprägung Bezug nimmt und den Ursprung der Bezeichnung "Thuja" erläutert:

"Der schon von Theophrast vermutlich für Thuja orientalis gebrauchte Gattungsname wird vom griechischen θ_ω (thyo) = opfern abgeleitet, weil das wohlriechende Holz bei Opfern verbrannt wurde." (8)

Die nordamerikanischen Indianer gaben ihre Kenntnisse der Heilwirkung von Thuja an die europäischen Siedler weiter, heißt es anderswo:

"Der Thuja-Baum wurde von den Indianern als Quelle für strapazierfähiges Holz zum Bogenbau und in der Kräutermedizin für Fieber verwendet, gegen Husten, gegen Menstruationsbeschwerden, gegen Kopfschmerzen, gegen Muskel-und Gelenkschmerzen.
Europäische Siedler integrierte Thuja ebenfalls sie in "ihre" Kräuterkunde, zudem entwickelte sich Thuja zu einem beliebten Zierbaum in europäischen Gärten.
Indianer nutzten die Blätter und Zweige, um Malaria, Husten, Gicht zu behandeln.
In der Aromatherapie wird das ätherische Öl von Thuja occidentalis verwendet, um Haarausfall und Akne zu behandeln.
Zudem ist es ein zentrales Mittel gegen Warzen und andere Hautkrankheiten, wie z.B. fettiger Haut und brüchige Nägel." (9)

Die Hinweise, wofür Heilmittel aus "Thuja occidentalis" in der Homoeopathie Verwendung finden, sind sehr weit gestreut.

"Thuja, der Lebensbaum ist die häufigste Heckenpflanze in Mitteleuropa. Seine Blätter enthalten hautreizende Stoffe, die in der Pflanzenheilkunde gegen Warzen verwendet werden.
In der Homöopathie wird Thuja vor allem gegen Erkältungen angewendet. Als Urtinktur oder in sehr niedrigen Potenzen wird Thuja auch gegen Warzen verwendet.
Innerlich kann man Thuja in homöopathischen Niedrigpotenzen gegen Polypen einsetzen." (10)

Auch dies weist auf Heilwirkung hin:

"Das Thujen-Öl wird als Einreibemittel gegen Rheuma oder Warzen verwendet. Das Öl ist hautreizend. Es gibt ca. 300 benannte Formen des Abendländischen Lebensbaumes." (11)

Aber die große Gefahr, in die man mit Heilanwendungen bei dieser Pflanze geraten kann, sei nicht verschwiegen:

"Vergiftungen mit Thuja haben in einigen Fällen auch zum Tode geführt. So hatte ein 22jähriges Mädchen, um Abort herbeizuführen, einige Wochen den Aufguß der Thujazweige zu sich genommen. Da der erwünschte Erfolg nicht eintrat, machte es sich eine Vaginalspülung mit dem Tee, worauf Bewußtseinsverlust, Krämpfe und nach zwei Tagen der Tod erfolgte." (12)

Die Pflanze ist empfindlich, wenn Winterszeit eintritt. Dies ist in dieser Beschreibung angedeutet.

"Fächerartige Zweiglein stets horizontal orientiert (im Gegensatz zum Morgenländischen Lebensbaum/ Thuja orientalis), oberseits dunkelgrün, unterseits mattgrün, mit schuppenartigen, dachziegelartig dicht anliegenden Blättern. Schuppenblätter mit jeweils einer mittig sitzenden kugeligen Öldrüse (vor allem an den Endtrieben), beim Zerreiben daher herb aromatisch duftend. Blätter stets gegenständig angeordnet. Verfärben sich im Winter oft gelblich. Primärblätter von Sämlingen nadelförmig." (13)

Im Winter verfärben sich die Blätter also durchaus gelb. Da mir Frostschäden bei Thuja-Hecken begegneten, wundert mich diese Behauptung:

"Der Thuja occidentalis ist eine sehr unempfindliche Pflanze und kann das ganze Jahr über im Garten gehalten werden; sie verträgt auch strengsten Frost." (14)

Vieles spricht dagegen, daß dies stimmt.


Karl-Ludwig Diehl


Anmerkungen:
(1) siehe dazu z.B. in:
http://de.wikipedia.org/wiki/Abendl%C3%A4ndischer_Lebensbaum
(2) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Abendl%C3%A4ndischer_Lebensbaum
(3) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.116
(4) siehe bei: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.116
(5) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Abendl%C3%A4ndischer_Lebensbaum
(6)-(7) zitiert aus:
http://www.homoeopathie-online.com/materia_medica_homoeopathica/thuj.htm
(8) zitiert aus:
http://www.henriettesherbal.com/eclectic/madaus/thuja.html
(9) zitiert aus:
http://www.homoeopathie-homoeopathisch.de/homoeopathische-mittel/Thuja-occidentalis.shtml
(10) zitiert aus:
http://homoeopathie-liste.de/mittel/thuja-occidentalis.htm
(11) zitiert aus:
http://www.baumkunde.de/Thuja_occidentalis/
(12) zitiert aus:
http://www.henriettesherbal.com/eclectic/madaus/thuja.html
(13) zitiert aus:
http://www.baumkunde.de/Thuja_occidentalis/
(14) zitiert aus:
http://www.topbaume.de/Pflanzen/thuja-occidentalis-brabant.asp

Samstag, 18. Dezember 2010

Europäische Eibe - Taxus baccata



Das Wort "Taxus" soll auf das griechische Wort τóξoν weisen, das Bogen bedeutet. Und der Bogen als Waffe wurde aus Eibenholz gefertigt. (1) Die "Europäische Eibe" hat die Fachbezeichnung "Taxus baccata". Sie wird auch "Gemeine Eibe", und auch nur "Eibe" genannt. (2) Eiben können gut beschnitten werden, wodurch sie in Parkanlagen Verwendung fanden und finden. Beschrieben wird die zum Baum aufwachsende Pflanze, die zu den Eibengewächsen gehört, so:

"Nadeln weich, flach und glänzend, oberseits mit erhabener Längslinie; Nadelgrund grün, am Zweig herablaufend. Pflanze zweihäusig; männliche Blüten in zäpfchenartigen Blütenständen. Der reife Same ist von einem fleischigen roten Samenmantel umgeben und sieht wie eine Beere aus." (3)

Es sei in Europa nur diese eine Eibenart heimisch. Sie stehe unter Naturschutz, was dann sagt, daß sie als Pflanze eher rar ist. Da die meisten Pflanzenteile der Eibe giftig sind, wurde sie vielleicht deshalb zur Rarität gemacht.

Die Wuchshöhen dieser Eibe können je nach Region schwanken.

"In Mitteleuropa erreichen nur sehr wenige Bäume Wuchshöhen über 15 Meter. Im Norden der Türkei wachsen allerdings monumentale Eiben, die Wuchshöhen von 20 Meter erreichen, und in den Mischwäldern des Kaukasus gibt es vereinzelt Eiben, die eine Wuchshöhe bis 32 Meter haben." (4)

Die älteste noch erhaltene Eibe, die in Schottland aufzufinden ist, soll mehrere Tausend Jahre alt sein.

Karl-Ludwig Diehl

Anmerkungen:
(1) siehe in:
http://de.wikipedia.org/wiki/Eiben
(2) siehe dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Eibe
(3) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.116
(4) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Eibe

Samstag, 11. Dezember 2010

Afrikanisches Greiskraut - Senecio inaequidens

Das Korbblütengewächs "Senecio inaequidens", mit den deutschen Bezeichnungen "Afrikanisches Greiskraut" oder "Schmalblättriges Kreuzkraut" stammt aus Südafrika.

"Ihre Samen wurden durch Wollimporte bei uns eingeschlappt und erst in den letzten Jahren hat sie sich vor allem entlang der Hauptverkehrslinien (Autobahnen, Bahnstrecken) stark ausgebreitet." (1)

Der Vorgang ist interessant. Es wird gegen diese Pflanze vorgegangen, um die heimischen Pflanzen zu schützen. Für das Gebiet der Schweiz steht sie auf einer "schwarzen Liste":

"In der Freisetzungsverordnung der Schweiz steht das Schmalblättrige Greiskraut auf der Liste der verbotenen invasiven gebietsfremden Pflanzen" (2)

Es bestehen also Absichten, diesen Immigranten aus der Schweiz auszuweisen. Das wird aber etwas schwierig werden.

Pferdehalter haben mit den Greiskraut-, bzw. Kreuzkrautarten große Probleme. Werden Weiden von der Pflanze nicht befreit, geraten die Tiere in Gefahr. Den Pferdehaltern ist die Giftigkeit der Pflanze nicht bekannt. Deswegen wird von den relevanten Beratungsstellen besonders darauf hingewiesen, wo das Problem liegt. Man sieht die Pflanze als "Die große Unbekannte" und weist auf die Gefahr hin: "Kann von anderen nicht unterschieden werden", oder: "Toxizität wird unterschätzt, verharmlost oder ignoriert". Es herrsche ein "Therapienotstand", wenn Tiere erkranken, da die Symptome falsch gedeutet werden. Es bestünden "Forschungslücken". (3)

Bergau, Müller, Propst und Schäfer beschreiben die Pflanze so:

"Blätter schmal, mit gezähntem, umgerollten Rand. Blütenköpfchen mit 10 - 15 Zungenblüten." (4)

Eine solche Beschreibung ist etwas knapp. Man wird also zusätzlich auf andere Literatur zurückgreifen müssen, um diese Pflanze eindeutig zu identifizieren. Wie schwierig Bestandsaufnahmen sind, zeigt das Beispiel des auf den Pflanzenbestand hin untersuchten Firmengeländes der Autoproduktionsstätte Ford in Köln, auf dem auch "Afrikanisches Greiskraut" gefunden wurde:

"In der eine volle Wuchsperiode (Frühling bis Herbst) umfassenden Aktion wurden über 150 Arten dokumentiert, und zwar verteilt auf neun verschiedene Biotoptypen - zu denen zum Beispiel auch so lebensraumfeindliche Standorte wie Pflaster- und Mauerritzen, Straßenböschungen, Gleisanlagen und Parkplätze gehören. So leben allein 16 verschiedene Pflanzenarten in den Fugen und Ritzen der Ford-Kaimauer zum Rhein. 98 Arten wie zum Beispiel die Acker-Kratzdistel oder das Acker-Vergißmeinnicht sind einheimische Pflanzen. 20 Arten wie zum Beispiel die Kanadische Goldrute oder das Afrikanische Greiskraut sind Neueinwanderer, das heißt, sie würden ohne die Hilfe des Menschen hier nicht vorkommen. Bei 32 Arten ist eine Zuordnung nicht möglich. Insgesamt wachsen Pflanzen aus allen fünf Kontinenten auf dem Ford-Werksgelände in Köln. Darunter befinden sich Arten, die für die Stadt- und Industriegebiete heutzutage zum typischen Erscheinungsbild gehören wie zum Beispiel Kanadisches Berufkraut, Chinesischer Sommerflieder, Afrikanisches Greiskraut oder Kleines Springkraut (Ostasien)." (5)

Es heißt in dem Bericht, daß über 150 Pflanzenarten angetroffen wurden, davon jedoch 32 Arten nicht eingeordnet werden konnten.

Inzwischen hat man sich daran gemacht, die "Invasionsdynamik des Schmalblättrigen Greiskrauts Senecio inaequidens in Mitteleuropa" zu untersuchen. Gefördert wurde das Projekt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt:

"Biologische Invasionen stellen eine der Hauptursachen für den Verlust an Biodiversität und für Änderungen in der Struktur und Funktion von Ökosystemen dar. Ziel dieses Promotionsprojektes ist es, ein besseres Verständnis der Dynamik biologischer Invasionen zu gewinnen und dadurch eine Grundlage für Managemententscheidungen zu schaffen. Hierzu soll beispielhaft die Invasionsdynamik des aus Südafrika stammenden Schmalblättrigen Greiskrauts (Senecio inaequidens) in Mitteleuropa untersucht und der weitere Verlauf dieser Invasion vorhergesagt werden. Dies soll durch eine Kombination von Freilanduntersuchungen, Experimenten und mechanistischen Simulationsmodellen erreicht werden.Die bisherigen Ergebnisse der Untersuchungen zum Schmalblättrigen Greiskraut in seinem afrikanischen und europäischen Verbreitungsgebiet helfen uns die Ursachen für die schnelle Ausbreitung der Art in Europa zu verstehen. Sie eröffnen außerdem Möglichkeiten zu ihrer Bekämpfung." (6)

Susanne Lachmuth, die das Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam betreiben konnte und auf Reisemittel der Hans-Sauer-Stiftung zurückgreifen konnte, um der Pflanzenart sowohl in Südafrika wie in Europa nachzuspüren, läßt verlauten:

"Im Falle einer biologischen Bekämpfung sollten Insekten aus den entsprechenden Gebieten eingeführt werden." (7)

Zum Neophyt Pflanze käme dann noch eine neue Insektenart nach Europa. Durch rechtzeitige Mahd der Flächen, die mit der Pflanze bewachsen sind, die vor der Blütezeit der Pflanzen im Mai durchzuführen ist, könne die rasche Ausbreitung des Afrikanischen Greiskrautes eingedämmt werden.

Die giftige Pflanze schafft in vielen Regionen Unbehagen. Die Mittelbadische Presse etwa schreibt:

"Das Schmalblättrige Kreuzkraut ist im Ortenaukreis auf dem Vormarsch: Die aus Südafrika stammende, giftige Pflanze wurde bei uns bereits vor 15 Jahren gefunden und wuchs bislang – weitgehend im Verborgenen – auf Kies- und Schuttflächen. Nun breitet sich diese Art entlang der A 5 aus." (8)

Die Überschrift zu dem Zeitungsartikel vom 12.7.2010 sagt es deutlicher:

"Ortenau: Kreuzkraut auf dem VormarschGiftige Pflanze breitet sich auf dem Mittelstreifen der Autobahn aus / Heimat: Südafrika" (9)

Das Unbehagen ist weit verbreitet und führte im politischen Raum zum Beschluß von Maßnahmen:

"Gebietsfremde invasive Arten können je nach Erdregion und Begleitumständen ein wichtiger Faktor für den Rückgang der biologischen Vielfalt sein. Diesem Problem wurde mit dem Artikel 8 (h) des Übereinkommens über die biologische Vielfalt von 1992 Rechnung getragen, in dem es heißt, dass die Vertragsstaaten die Verpflichtung eingehen, „... soweit möglich und sofern angebracht, die Einbringung gebietsfremder Arten, welche Ökosysteme, Lebensräume oder Arten gefährden, zu verhindern, und diese Arten zu kontrollieren oder zu beseitigen"." (10)

Zu diesem Beschluß einer Vertragsstaatenkonferenz zum Schutz heimischer Pflanzen wird gesagt:

"Deutschland hat das Übereinkommen über die biologische Vielfalt am 12. Juni 1992 unterzeichnet und am 21. Dezember 1993 ratifiziert. Es trat am 29. Dezember 1993 in Kraft." (11)

Zum Afrikanische Greiskraut gibt es in diesem Bericht eine gute Beschreibung:

"Senecio inaequidens ist ein ausdauernder, bis ca. 60cm hoher, für Menschen giftiger Halbstrauch. Er besitzt einen am Grund verholzenden, stark verzweigten Stengel mit zahlreichen, meist schmallinealen Blättern (1-7mm breit) und zitronengelbe Blütenköpfchen mit einem Durchmesser bis 25mm. Bezüglich der Blattform und -breite zeichnet sich die Art durch eine gewisse Variabilität aus (inaequidens = ungleichzähnig, vgl. ADOLPHI 1997). Die Blütezeit währt nach Angaben aus Südwestdeutschland von Juli bis Dezember (OBERDORFER 1983, SEBALD et al. 1996), nach Angaben aus dem Bremer Raum von Anfang Mai bis Dezember (KUHBIER 1996). Der Blühbeginn hat sich in der jüngeren Vergangenheit scheinbar permanent „nach vorne" verschoben; z. B. konstatierte GERSTBERGER noch 1978 eine herbst- bis winterliche Blüte (September bis Januar), doch bereits BÜSCHER (1989) und MOLL (1989) diskutieren die Angleichung der Blütezeit an mitteleuropäische Verhältnisse. Nach RADKOWITSCH (mündl.) macht die exorbitant hohe Samenproduktion die rasche Ausbildung angepasster Ökotypen wahrscheinlich. ADOLPHI (1997) erklärt die „Angleichung" der Blütezeit eher damit, dass Jungpflanzen mehrere Monate brauchen, bis sie blühen können, in einem neuen Siedlungsraum also zunächst nur Spätblüher auffallen. Andererseits können etablierte Altpflanzen nach milden Wintern bereits im April oder Mai zur Blüte gelangen (WERNER et al. 1991, ADOLPHI 1997). KUHBIER (1996) beobachtete zwei Haupt-Blühphasen (Ende Juli und Anfang September); diese Beobachtung wird von ADOLPHI (1997) bestätigt. In Massenbeständen („Senecio inaequidens-Bestände", vgl. z. B. BRANDES 1993, REIDL 1995) der Art werden „riesige Samenmengen" (ADOLPHI 1997) erzeugt, die einen hohen Besiedlungsdruck auch auf ungewöhnliche Standorte ausüben (z. B. Zierrasen oder die Fassade des Kölner Doms, /../)." (12)

Die Autoren Klaus Adolphi, Dietrich J.Werner, Annemarie Radkowitsch, Gerhard Hard und Lenz Meierott nennen auch weitere Bezeichnungen für das Afrikanische Greiskraut:

"Senecio inaequidens DC. 1837, Schmalblättriges Greiskraut
[Syn. Senecio reclinatus L.f., Senecio lautus Forster f. ex Willdenow, Senecio
harveianus Mac Owan, Senecio vimineus Harvey non DC., Senecio paniculatus
Berg., Senecio douglasii DC., Senecio burchellii DC., Senecio carnulentis DC.,
Senecio fasciculatus minor Schlecht.]
Deutsche Synonyme: Schmalblättriges Kreuzkraut, Ungleichzähniges Greiskraut,
Südafrikanisches Greiskraut
Englisches Synonym: South African ragwort" (13)

Laut ihrer Studie hat sich die Pflanze seit den 1970er Jahren vom Raum Aachen und vom Raum Bremen aus über Deutschland ausgebreitet. Nach Europa eingeschleppt worden sei sie als "Woll-Adventivpflanze", und zwar sei sie aus den südafrikanischen Regionen Transvaal, Natal und Oranje-Freistaat zu europäischen Häfen verbracht worden. Genannt sind als Ausgangsgebiete Mazamet in Südfrankreich, Calais, Verona, Lüttich und Bremen in Deutschland. Der erste Beleg für Bremen geht offensichtlich auf das Jahr 1896 zurück. Danach reißen die Belege nicht mehr ab, was auf eine rasche Verbreitung schließen läßt. (14)

Die Bekämpfung der Pflanze wird wohl immer schwieriger. Manche haben den Gedanken daran schon aufgegeben und stellen sich die Pflanze in die Blumenvase, wenn andere Blumen nicht mehr blühen. Resigniert heißt es:

"Wie wird man eines solchen Eindringlings Herr. Wenn solch eine Spezies Fraßfeinde hat, ist das oft kein so großes Problem. Hier aber fehlen diese. Unsere Kaninchen, die mit Vielem fertig werden, mögen Senecio nicht so gerne, knabbern an ihnen ein wenig rum und meiden dieses Grün dann. Auch die meisten Schnecken vollführen ihr gefräßiges Werk nicht an dieser Pflanze. Gegen Pilzkrankheiten ist der robuste Kerl einfach unempfindlich. Fazit, man kann nichts machen." (15)

Das Problem mit dieser Pflanze ist folglich den Leuten über den Kopf gewachsen, wie man so schön sagt.

Karl-Ludwig Diehl

Anmerkungen:
(1) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.84
(2) zitiert aus:
http://www.jacobskreuzkraut.de/schmalblaettriges_kreuzkraut.htm
(3) siehe dazu genauer in:
http://www.lfl.bayern.de/ips/unkraut/38800/linkurl_0_7_0_0.pdf
(4) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.84
(5) zitiert aus: Umweltjournal: Ford hat alle am Standort Köln-Niehl wachsenden Bäume und Sträucher systematisch erfaßt. Köln, 4.3.2002. In:
http://www.umweltjournal.de/AFA_umweltnatur/020304Ford.php
(6)-(7) zitiert aus:
http://www.hanssauerstiftung.de/neu/index.php?option=com_content&view=article&id=68&Itemid=97
(8)-(9) zitiert aus:
http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=&db=news_lokales&table=artikel_ortenau&id=15069
(10) zitiert ist von der S.2 aus:
http://www.floraweb.de/neoflora/handbuch/senecio_inaequidens_fallstudie.pdf
(11) zitiert ist die Anmerkung 1 auf S.2 aus:
http://www.floraweb.de/neoflora/handbuch/senecio_inaequidens_fallstudie.pdf
(12) zitiert von S.3f. aus:
http://www.floraweb.de/neoflora/handbuch/senecio_inaequidens_fallstudie.pdf
(13) zitiert von S.3 aus:
http://www.floraweb.de/neoflora/handbuch/senecio_inaequidens_fallstudie.pdf
(14) siehe dazu genauer auf den Seiten 2f. in:
http://www.floraweb.de/neoflora/handbuch/senecio_inaequidens_fallstudie.pdf
(15) zitiert aus: gnogongo: Schmalblättriges Greiskraut - Senecio inaequidens. In:
http://gnogongo.twoday.net/stories/2303111/

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Klebriges Greiskraut - Senecio viscosus

In einem interessanten Beitrag zu den Kreuzkräutern, oder anders gesagt, Greiskräutern, war zu lesen:

"Der botanische Name leitet sich von lat. senex = Greis her, vermutlich, weil die fruchtenden Pflanzen durch die weißlichen Haarkronen der Früchte an Greisenhaare erinnern." (1)

Dieses "vermutlich" sagt uns, es muß nicht deshalb sein.

Die Gattung der Greiskräuter soll über tausend Arten umfassen, die fast überall auf der Erde zu finden sind. Eine Auswahl davon läßt sich in Deutschland antreffen:

"Die Gattung der Senecio ist in Deutschland mit vielen Arten vorkommend, zum Beispiel Senecio morensis (Schmalblättriges Kreuzkraut), Senecio fuchsii (Fuchs-Kreuzkraut), Senecio viscosus (klebriges Kreuzkraut), Senecio vulgaris (Gewöhnliches Kreuzkraut) und viele mehr." (2)

Ursprünglich soll die Pflanze in gemäßigten Zonen Europas und Westasiens vorgekommen sein. Weidetiere meiden sie. Der Grund wird wohl das Gift in der Pflanze sein:

"Die ganze Pflanze ist stark giftig; junge Pflanzen sind am giftigsten. Die Giftstoffe sind auch in Heu und Silage wirksam (konserviertes Futter mit Kreuzkraut wird gern gefressen. Alle Pflanzenarten der Gattung Senecio enthalten krebserzeugende (cancerogene) Pyrrolizidinalkaloide, hauptsächlich Jacobin und Senecionon sowie Oxalate." (3)

Wenden wir uns dem "Klebrigen Greiskraut" zu, das sicher unter vielen Namen vorkommt. Die wissenschaftliche Bezeichnung lautet "Senecio viscosus".

"Die Pflanze fühlt sich klebrig an (Drüesenhaare; Lupe!) und riecht unangenehm bisamartig. Blätter fiederförmig und zum Teil spinnwebig behaart. Zungenblüten meist zurückgerollt. Viele Greiskräuter bastadieren, sodass die Bestimmung nicht immer gelingt." (4)

Der letzte Satz ist interessant. Das sagt, die Pflanze paßt sich an und sieht nicht immer so aus, wie es diejenigen meinen, wenn sie nach ihr suchen. Man finde sie auf trockenen, relativ stickstoffarmen, kalkfreien Böden, d.h. heißt auch auf Brachflächen, aber genauso an Wegesrändern und Kahlschlägen, meinen dieselben Autoren.

Anderswo, in einem Hinweis aus Österreich, ist die Pflanze, die dort auch als Kleb-Greiskraut etwas anders geschrieben auftaucht, so beschrieben:

"Ein 15-60cm hohes, drüsenhaarig-klebriges Kraut mit unangenehmem Geruch. 21 Hüllenblätter, wenige locker abstehende Außenhüllblätter. Die Strahlblüten meist bald zurückgerollt." (5)

Ihr Verbreitungsgebiet in einer Gebirgslandschaft verdient besondere Aufmerksamkeit:

"Lichte Wälder, Holzschläge, Ödland; bodenvag. Verbreitet und häufig bis in die Voralpenstufe, bis etwa 1900m." (6)

Es lohnt auszuwerten, welche Beschreibungen es noch gibt:

"bedeckt mit kurzen, klebrigen Drüsenhaaren, auffallend riechend; die Blätter tiefer geteilt, mit schmalen, lanzettlichen, buchtig gezähnten Lappen; Blütenköpfchen dicker, mit zahlreichern gelben Blütchen, längeren Blütenstielen, eine lockere, gipfelständige Traube bildend. Aeussere Hüllblätter gewöhnlich nur 2 - 3, fast halb so lang als die innern, welche zu 20 vorhanden sind. Aeussere Blütchen zungenförmig, aber klein, nur vor der Befruchtung und bei Sonnenschein ausgebreitet, sonst zurückgeschlagen, so dass sie leicht übersehen werden. Schliessfrüchtchen glatt." (7)

Diese, offensichtlich schon etwas ältere Beschreibung deckt sich weitgehend mit denen der anderen Autoren. Auf der Suche nach weiteren Benennungen der Pflanze traf ich auf dies. Es wirkt nicht sehr umfangreich:

"Klebriges Greiskraut; Klebriges Kreuzkraut; Kreuzkraut, Klebriges; Greiskraut, Klebriges" (8)

Die Wiederholungen derselben Benennungen sind mir nicht nachvollziehbar. Es muß nach weiteren Hinweisen zur Pflanze gesucht werden.

Karl-Ludwig Diehl

Anmerkungen:
(1) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Greiskr%C3%A4uter
(2)-(3) zitiert aus:
http://www.wildhueter-st-hubertus.de/html/kreuzkraut.html
(4) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.84
(5)-(6) zitiert aus: austria-lexikon: Kleb-Greiskraut. In:
http://www.austria-lexikon.at/af/Wissenssammlungen/Flora/Kleb-Greiskraut
(7) zitiert aus:
http://www.flogaus-faust.de/text/senevisc.htm
Die Beschreibung ist von Hermann Wagner (1882) übernommen worden.
(8) zitiert aus:
http://www.spohns.de/DrRolandSpohn/Pflanzen-S.html

Freitag, 3. Dezember 2010

Tüpfel-Johanniskraut - Hypericum perforatum

Die Heilpflanze "Tüpfel-Johanniskraut" erhielt viele Namen. Die Botaniker verwenden die Bezeichnung "Hypericum perforatum". Die historische Kulturforschung wird auf sehr viele Namen gestossen sein, diese fand ich im ersten Anlauf:

"Echtes Johanniskraut", "Echt-Johanniskraut", "Gewöhnliches Johanniskraut", "Durchlöchertes Johanniskraut", "Tüpfel-Hartheu". (1)

Doch ließ sich die Aufzählung noch erheblich erweitern:

"Blutkraut, Christusblut, Hartheu,Herrgottsblut, Hexenkraut, Jageteufel, Johannisblut, Kreuz-Christi-Kraut, Mannskraft, Mannskraft, Marienbettstroh, Marienkraut, Sonnwendkraut, Stolzer Heinrich, Tausendlöcherlkraut, Teufelsflucht, Tüpfelhartheu, Tüpfel-Johanniskraut, Wildgartheil" (2)

Die Liste der Anwendungen zu Heilzwecken ist erschreckend lang. Es fragt sich, ob die Heilwirkung wirklich so umfangreich ist. Hilfreicher ist vielleicht diese Zusammenfassung:

"Hypericum, das Johanniskraut, ist das wichtigste Mittel bei Verletzungen der Nerven. Als Tinktur wird es auf auf Wunden oder entzündete Stellen aufgebracht, damit sie schneller heilen, zum Beispiel auf Akne oder Geschwüre im Mund, zum hilft das Hypericum auch zum Auskurieren einer Gehirnerschütterung oder hilft bei schmerzhaften Verletzungen der Finger und Zehen oder nach einem Sturz auf das Steißbein." (3)

Es wird darauf verwiesen, wer das "Tüpfel-Johanniskraut" für seine Zwecke benötigte:

"Johanniskraut (dem Täufer Johannes geweiht) ist das Hexenkraut schlechthin, daß natürlich in der Johannisnacht geerntet wurde. " (4)

Das macht neugier und wirft viele kulturhistorische Fragen auf. Bergau, Müller, Propst und Schäfer geben weitere Hinweise:

"Der Name "Johanniskraut" weist auf die Blütezeit der Pflanze hin (24.Juni: Johannistag). Das Johanniskraut liefert ein hartes Heu. Man nennt es deshalb auch "Hartheu". Zerdrückt man eine Blütenknopse, so verfärbt sie sich blutrot - so, als ob Blut austreten würde. Früher glaubte man, dass dem "Johannisblut" Zauberkräfte innewohnten." (5)

Als Tee wurde es gegen Depressionen und nervöse Zustände gereicht. Dieser Hinweis verblüfft:

"Es kann die Haut für UV-Strahlung empfindlich machen /../." (6)

Doch wie sieht das "Tüpfel-Johanniskraut aus? Es finden sich viele Beschreibungen unterschiedlicher Qualität zu der Pflanze, die auf Brachen, an Weg- und Waldrändern angetroffen werden kann.

"Das Echte Johanniskraut ist eine ausdauernde Pflanze mit stark verästelter, spindelförmiger, bis 50 cm Tiefe reichender Wurzel. Der 15 cm bis einen Meter hohe aufrechte Stängel ist durchgehend zweikantig und innen markig ausgefüllt (nicht hohl). Dadurch unterscheidet sich das Echte Johanniskraut von anderen Johanniskrautarten. Am oberen Stängelteil ist die Pflanze buschig verzweigt. Die oval-eiförmigen bis länglich-linealischen Blätter sind mehr oder weniger sitzend, gegenständig angeordnet. Sie werden bis 3 cm lang und sind dicht mit durchsichtigen Öldrüsen besetzt. Am Rand sind die Blätter mit schwarzen Drüsen, durchscheinend punktiert. Bei den zahlreichen Punktierungen handelt es sich um schizogene Ölbehälter, in denen das helle ätherische Öl der Pflanze konzentriert ist. Der Blütenstand ist eine Trugdolde." (7)

Bergau, Müller, Propst und Schäfer fassen sich kürzer:

"Blätter gegenständig, ungestielt und auffallend durchscheinend punktiert /.../. Stängel 2-kantig." (8)

Die mehrjährige Pflanze hat ein Verbreitungsgebiet, das sich eingrenzen ließ:

"Die Heimat des Johanniskrauts ist Europa, Nordafrika und Nordasien. Die Pflanze ist mehrjährig und kann bis zu einem Meter hoch werden. Das Johanniskraut trägt in dem nach oben hin immer buschiger werdenden Bereich viele kleine, gelbe Blüten. In der Natur wächst das Johanniskraut an Wegrändern und auf Wiesen. Es ist aber auch eine sehr hübsche Gartenpflanze, die obendrein einen großen Nutzen als Heilkraut hat." (9)

Der Umfang an Texten, die in digitaler Form vorliegen und im Netz aufgerufen werden können, lassen erahnen, welchen Wert bestimmte Kreise der Bevölkerung auf diese Pflanze legen. Mediziner, Apotheker, Heilkundler und Gärtner aller Couleur scheinen über diese Pflanze Auskunft geben zu wollen. Offensichtlich wird das Wissen zur Pflanze als ein Basiswissen aufgefaßt, das weiterhelfen soll.

Karl-Ludwig Diehl

Anmerkungen:
(1) siehe z.B. in:
http://de.wikipedia.org/wiki/Echtes_Johanniskraut
(2) zitiert aus:
http://zauber-pflanzen.de/hypericum.htm
(3) zitiert aus:
http://www.homoeopathie-homoeopathisch.de/homoeopathische-mittel/Hypericum-perforatum.shtml
(4) zitiert aus:
http://zauber-pflanzen.de/hypericum.htm
(5)-(6) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.84
(7) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Echtes_Johanniskraut
(8) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.84
(9) zitiert aus:
http://magazin.gartenzeitung.com/Krauterarten/Johanniskraut-Hypericum-perforatum.html

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Kanadische Goldrute - Solidago canadensis

Das Korbblütengewächs "Kanadische Goldrute" soll im 19.Jahrhundert aus Nordamerika "bei uns eingebürgert" worden sein, schreiben Bergau, Müller, Propst und Schäfer. Ihre Beschreibung der Pflanze, welche die Botaniker "Solidago canadensis" nennen, lautet so:

"Blütenköpfchen klein, in einer Rispe. Stängelblätter lanzettlich und gesägt; Blattunterseite und Stängel kurz behaart." (1)

Es empfiehlt sich, nach weiteren Beschreibungen der Pflanze Ausschau zu halten und möglichst viele Aussagen zu ihr zu sammeln, um das Wissen von der Pflanzen anzureichern. Matthias Zimmermann scheint sich ausgiebig mit der Pflanze beschäftigt zu haben, denn er bringt deutlich mehr Einzelheiten, denen weiter nachzugehen ist:

"Die Gattung Goldruten hat ihre Heimat in Nordamerika und umfasst ca. 100 Arten. 5 dieser Arten sind bei uns heimisch bzw. eingebürgert. Die Kanadische Goldrute ist ein bekannter Neophyt in Europa. Die Herkunft der Kanadischen Goldrute liegt in den USA und dem südlichen Kanada. Dort siedelt sie auf Prärien, Ruderalflächen und in nicht zu dichten Wäldern. Im 17. Jahrhundert wurde sie aus Amerika nach Europa als Gartenpflanze eingeführt. Zunächst als Bienenweide oder Gartenpflanze angebaut, hat sie sich wild über ganz Europa verbreitet. Die massive Verbreitung hat jedoch erst in den letzten 60 Jahren eingesetzt." (2)

Bei Zimmermann liegt also das Einbürgerungsdatum wesentlich früher als bei Bergau, Müller, Propst und Schäfer.

"Die Kanadische Goldrute vermehrt sich über zahlreiche, flugfähige Samen und über Rhizome (Ausläufer). Die Samen keimen an offenen Bodenbereichen; allerdings ist ihre Überlebensrate sehr gering. Die Sprosse einer Pflanze sind untereinander verbunden. Zudem dient das Rhizom als Wasser- und Nährstoffspeicher. So kann sich die Goldrute, wenn sie erstmal stabil wächst, immer weiter ausbreiten. Die Klone der Sprossen können ein Alter von bis zu 100 Jahren erreichen." (3)

Bei den einen Autoren herrscht die Meinung vor, die Kanadische Goldrute sei ein Verdränger einheimischer Pflanzen:

"Als Zierpflanze und Bienenweide aus Nordamerika eingeführte, leicht verwildernde Staude, die
grosse und dichte Bestände bildet und damit die einheimische Vegetation verdrängt." (4)

Wie dieser Verdrängungsprozeß abläuft, ist erklärt:

"Die Kanadische Goldrute bildet mit ihrem System an unterirdischen Ausläufern extrem dichte Bestände, die grosse Flächen einnehmen können und die einheimische Vegetation verdrängen. Solche Bestände sind sehr artenarm und lassen nur wenige einheimische Arten aufkommen. Zudem breitet sie sich rasch mit bis zu 19000 Samen pro Stängel durch den Wind aus." (5)

Andere Autoren äußern solche Ängste nicht. Auch Matthias Zimmermann nennt die Verdrängung der einheimischen Pflanzen als Problem, relativiert diesen Prozeß jedoch:

"Insgesamt ist aber ihre Wirkung auf andere Pflanzen begrenzt, da sie vor allem freie Flächen neu besiedelt." (6)

Wie die Pflanze zu bekämpfen ist, wird gelegentlich geschildert:

"Um den Bestand zu verringern, ist ein zweimaliger Schnitt erforderlich. Dabei liegen die besten Zeitpunkte im Frühsommer vor der Bildung der Rhizomknospen (Ende Mai) und im Hochsommer vor der Blüte (August)." (7)

Aber damit ist es noch nicht getan:

"Nach der Mahd treibt die Goldrute verstärkt aus. Die Bekämpfung ist daher nur sinnvoll, wenn sie konsequent über mehrere Jahre hinweg durchgeführt wird. Wenn die Bestände auf ein akzeptables Maß zurückgegangen sind, reicht ein einmaliger Schnitt im Juni aus." (8)

Diejenigen, die sich für Heilkräuter interessieren, wissen vermutlich, daß man der Pflanze heilende Wirkung zutraut. Man bereitet ein Tee damit zu. (9) Das Heilmittel soll bei Harnwegserkrankungen und bei Harnsteinen Krankheiten heilen und könne gegen Nierenprobleme eingesetzt werden. Mit einem historischen Hinweis ausformuliert ist das hier:

"Die Kanadische Goldrute wird bereits seit dem Mittelalter erfolgreich zur Behandlung einer Blasenentzündung und Nierenentzündung eingesetzt. Ihre Inhaltsstoffe wirken harntreibend, entzündungshemmend und entkrampfend." (10)

Die Imker meinen zur Ergiebigkeit der blühenden Pflanze für Bienen:

"Nektar: reiches Angebot an Nektar" (11)

Die Pflanze läßt sich auch industriell ausbeuten und wird deshalb als Kulturpflanze angebaut: "Solidago canadensis stammt aus Nordamerika und gilt als eine der ältesten Färberpflanzen. Sie wurde bereits von den Navajo- Indianern zum Färben von Baumwolle benutzt. In Mitteleuropa kommt diese Pflanze größtenteils verwildert vor und gilt als invasives Unkraut. Heute rückt sie immer mehr durch den Gebrauch als nachwachsender Rohstoff in Funktion von Farbestoffen in den Mittelpunkt des Interesses." (12)

Das läßt erahnen, wie umfangreich der Nutzen einer Pflanze für die einen, oder wie sehr zum Schaden sie für andere sein kann. Die Naturschützer, die heimische Arten schützen wollen, sehen in ihr einen schädlichen Verdränger; Imker, Heilkundler und Färber verweisen auf den Nutzen der "Kanadischen Goldrute".

Karl-Ludwig Diehl

Anmerkungen:
(1) siehe in: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.62
(2)-(3) zitiert aus: Natur-Lexikon.com. Matthias Zimmermann: Goldrute. In:
http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/002/00161-Goldrute/MZ00161-Goldrute.html
(4)-(5) zitiert aus:
http://www.kompost.ch/beratung/xmedia/soli_can_d.pdf
(6) zitiert aus:
http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/002/00161-Goldrute/MZ00161-Goldrute.html
(7)-(8) zitiert aus:
http://www.bachpaten-freiburg.de/oekologi/neophyt/goldfr.htm
(9) siehe dazu in:
http://www.die-honigmacher.de/kurs2/pflanze_88.html
(10) zitiert aus:
http://www.heilfastenkur.de/Kanadische_Goldrute.shtml
(11) zitiert aus:
http://www.die-honigmacher.de/kurs2/pflanze_88.html

Aufrechter Sauerklee - Oxalis fontana/Oxalis stricta

Bei dem Sauerklee "Oxalis fontana" herrscht offensichtlich ein gewisses Durcheinander der Benennung. Bergau, Müller, Propst und Schäfer verwenden für den "Oxalis fontana" die Bezeichnung "Steifer Sauerklee" (1), andere sagen dazu "Aufrechter Sauerklee", geben aber als Fachbezeichnung der Botaniker "Oxalis stricta" (2) an. Damit die Verwirrung noch größer wird, scheint es außerdem noch eine dritte Fachbezeichnung der Botaniker zu geben:

"Aufrechter Sauerklee (Oxalis fontana, syn. O. europaea, O. stricta)" (3)

Beschrieben wird diese Pflanze so:

"Stängel aufsteigend bis aufrecht. Blätter 3-teilig, ähnlich wie bei Kleearten /.../. Kennzeichnend sind die roten unterirdischen Ausläufer." (4)

In einem Kompendium, das sich mit dem Gift in Pflanzen beschäftigt, ist der Sauerklee "Oxalis fontana" so dargestellt:

"Im Gegensatz zum verwandten Waldsauerklee (Oxalis acetosella), der ein typischer Frühblüher ist, sind die Blüten des Aufrechten Sauerklees fast über die gesamte Vegetationsperiode zu beobachten, jedoch tritt die Pflanze nicht in den Massen auf, wie der Waldsauerklee." (5)

Zu der Säure, die der Pflanzengruppe den Namen gab, ließ sich diese Information zum "Aufrechten Sauerklee" auffinden:

"Der Aufrechte Sauerklee enthält Oxalsäure und Oxalate im Kraut. Diese Verbindungen wurden nach ihrem Auftreten im Sauerklee benannt, kommen aber in zahlreichen anderen Pflanzen vor, etwa den Aronstabgewächsen (z.B. Arum maculatum). Eine veraltete deutsche Bezeichnung für die Oxalsäure ist Kleesäure (entsprechend Kleesalze für die Oxalate). (6)

Der "Aufrechte Sauerklee" oder "Oxalis fontana" ist aus Nordamerika nach Europa gebracht worden und wird folglich als Neophyt aufgefaßt, der möglicherweise Schaden anrichtete. Er ist in einer Liste, in der Neophyten angeführt sind, so charakterisiert:

"gelbblühend, Schlafstellung der Blattfiedern bei Starklicht" (7)

Neophyten werden von Naturschützern bekämpft, andererseits sind zahllose Arten für unser Überleben wichtig geworden:

"Wie der Name (neo = neu und phyt = Pflanze) andeutet, handelt es sich um für uns neue Arten, die seit dem 15. Jahrhundert vor allem aus Nordamerika und Ostasien auf unterschiedlichen Wegen zu uns gekommen sind. Manche wurden als landwirtschaftliche Nutzpflanze (Mais, Kartoffel), als Forstpflanze (Douglasie, Robinie), als Heilpflanze (Kamille) oder als Kuriosität und Zierpflanze für Gärten (Springkraut, Goldrute, Riesenbärenklau, Staudenknöterich, Nachtkerze) eingeführt. Andere wurden mit Handelsgütern und anderen Pflanzen unbeabsichtigt eingeschleppt. Von den etwa 12.000 neuen Arten konnten einige längere Zeit bei uns überleben. Darunter sind einige wenige, die wegen der Verdrängung einheimischer Arten zu einem ökologischen Problem geworden sind." (8)

Wie der "Aufrechte Sauerklee" von Naturschützern oder den Landwirten beurteilt wird, dem ist genauer nachzugehen. Bergau, Müller, Propst und Schäfer schreiben zur Pflanze "Oxalis fontana":

"Der Steife Sauerklee wächst in Gärten, auf Äckern und auf Ruderalflächen. Er bevorzugt mineralsalzreiche, mäßig sauere Sand- und Lehmböden. Die Blätter der Pflanze reagieren auf Änderung der Licht- und Temperaturverhältnisse, aber auch auf Berührung mit Absenken der Fiederblätter. Berührt man die reifen Früchte, so springen sie auf und streuen die Samen aus." (9)

Da sie sagen, die Pflanze ist

"zu Beginn des 19.Jahrhundert aus Nordamerika nach Deutschland eingeschleppt worden" (10)
könnte die Formulierung "eingeschleppt worden" darauf hindeuten, daß dieser Vorgang nicht unbedingt von Vorteil für die deutschen Landschaftsräume gewesen war. Es scheint aber, was die Ankunft des "Aufrechten Sauerklees" in Europa betrifft, etwas genauere Angaben zu geben:
"Auch der gelbblühende Aufrechte Sauerklee (Oxalis fontana) /.../ ist Kennart einer eigenen Pflanzengesellschaft, der Vielsamen-Gänsefuß-Gesellschaft (Chenopodio-Oxalidetum fontanae), eine vorwiegend aus Annuellen aufgebaute Assoziation unserer Hackfruchtkulturen und Ruderalgesellschaften. Der Aufrechte Sauerklee stammt aus Nordamerika, gelangte 1658 als Zierpflanze nach England, ist seit Beginn des 19. Jahrhunderts verwildert und wird für OWL zuerst von ASCHOFF 1796 für Bielefeld und ECHTERLING 1846 für Augustdorf angegeben." (11)

Botaniker, die systematisch die Standorte von Pflanzen kartieren, kommen auch zu einem solchen Ergebnis für ein Gebiet in Korntal-Münchingen. So schreibt Anette Rosenbauer zu dem Vorkommen dort, daß der Aufrechte Sauerklee "selten" ist:

"Oxalis fontana Bunge Aufrechter Sauerklee: Auf Wegen und in Pflasterritzen, selten.
Korntal." (12)

Man kann also die kartierten Gebiete, die greifbar sind, systematisch durchgehen, um mehr darüber zu erfahren, wo sich der "Aufrechte Sauerklee" befindet und wie das zu bewerten ist.

Karl-Ludwig Diehl

Anmerkungen:
(1) siehe in: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.62
(2) siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Aufrechter_Sauerklee
(3) zitiert aus:
http://www.gartendatenbank.de/wiki/oxalis-fontana
(4) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor.
(5)-(6) zitiert aus:
http://www.giftpflanzen.com/oxalis_fontana.html
(7) zitiert aus einer pdf.datei auf S.5 in:
http://www.alblamm.de/naturschutz/themen/neo/neophyten.pdf
(8) zitiert aus der pdf.datei, wie vor. S.1
(9)-(10) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor.
(11) zitiert aus:
http://www.egge-weser-digital.de/htm-inhalte/11057086.htm
(12) Anette Rosenbauer zitiert aus: Flora von Korntal-Münchingen. In:
http://www.bund.combatech4.de/downloads/rosenbauer.pdf