Aus Ostasien wurde der Chinesische Blauregen nach Europa gebracht. Er soll in den Provinzen Guangxi, Guizhou, Hebei, Henan, Hubei, Shaanxi und Yunnan
beheimatet sein. (1)
Die Pflanze kann ein stolzes Alter erreichen:
"Die Chinesische Wisteria kann mehr als 100 Jahre alt werden." (2)
Bergau, Müller, Propst und Schäfer erwähnen:
"Blüten und Samen des Blauregens sind giftig." (3)
Das läßt aufmerken, denn diese Kletterpflanze verziert so manchen Garten. Andererseits ist sie wegen ihrer Blütenpracht natürlich ein beliebtes Fotoobjekt und wird in Gärten sehr bewundert. Tatsächlich bringt die Pflanze fassungslos schöne Blüten hervor.
"Die Chinesische Wisteria ist eine sommergrüne, stattliche, linkswindende Kletterpflanze mit armdicken Stämmen und dünnen Ästen. Sie kann 20 bis 30 Meter lang an anderen Bäumen entlangklettern oder selbsttragend eine Höhe von 10 Metern erreichen." (4)
Die Blütentrauben machen sich schon vor dem Laubaustrieb bemerkbar, sagt uns dieser Hinweis:
"Die einen bis zwei Zentimeter langen, sehr angenehm duftenden Blüten befinden sich in zahlreichen, langen hängenden Trauben an kurzen Trieben und erscheinen vor dem Laubaustrieb." (5)
Zur Giftigkeit von Blüten und Samen fand sich dies als genauere Darlegung:
"Der Blauregen enthält insbesondere in den Samen ein Lectin (Lectine sind Moleküle, die sich aus Eiweiß und Kohlehydrat-Bausteinen zusammensetzen)." (6)
Man läßt also lieber die Finger davon.
Etwas genauere Angaben zur Drehbewegung der Kletterpflanze geben überraschenderweise Bergau, Müller, Propst und Schäfer, was wundert, da ihre Beiträge zu Pflanzen eher knapp gehalten sind:
"Als besonders starkwüchsiger Winder benötigt er sehr feste Kletterhilfen. Man sollte ihn regelmäßig zurückschneiden. Für eine volle Drehbewegung (Kreis) benötigt der Blauregen beim Suchen nach einer Klettermöglichkeit etwa drei Stunden." (7)
Von vielen Ratgebern wird der Chinesische Blauregen als Fassadenschmuck empfohlen, er läßt sich aber auch durch Schnitt zu einer ganz anderen Wuchsform verleiten:
"Chinesischer Blauregen an einer südlich exponierten Hauswand. Hier rankt er sich an gut befestigten Drähten hoch und fühlt sich in der Sonne wohl.
Der Blauregen eignet sich besonders gut zur Fassadenbegrünung, denn er schädigt den Putz nicht durch Haftwurzeln.
Glyzinien können durch regelmäßigen Schnitt auch in Büschen gezogen werden (selbst ein Bonsai ist möglich) und sie lassen sich so auch auf dem Balkon im Kübel ziehen. Nur sollte der Pflanzkübel schattig stehen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der kann dort die Pflanzen auch automatisch mit den entsprechenden Anlagen bewässern. " (8)
Die Pflanze wird als winterhart beschrieben, soll aber feuchte Standorte mögen.
Biotekt Brandwein erwähnt eine Besonderheit:
"Ein 1892 in Kalifornien gepflanzter chinesischer Blauregen gilt als größte blühende Pflanze der Welt. Die Trieblänge dieser Wisterie wurde vor einigen Jahren mit 150 Meter Länge angegeben, das Pflanzengewicht mit ca. 230 Tonnen und die Ausbreitung mit 0,4 Hektar." (9)
Wenn eine Pflanze dies leisten kann, verdient sie besondere Aufmerksamkeit. Die sollte man ihr widmen.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkungen:
(1) siehe im Gesamtzusammenhang bei:
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/254947
siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Wisteria
(2) zitiert aus:
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/254947
(3) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.20
(4)-(5) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Wisteria
(6) zitiert aus:
http://www.giftpflanzen.com/wisteria_sinensis.html
(7) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.20
(8) zitiert aus:
http://www.derkleinegarten.at/pflanzen-kletterpflanzen/wisteria/index.html
(9) zitiert aus:
http://www.biotekt.de/kletterpflanzen/wisteria.htm
Donnerstag, 18. November 2010
Mittwoch, 17. November 2010
Wasser-Hahnenfuß - Ranunculus aquatilis
Der "Wasser-Hahnenfuß" kann leicht mit etwas abgewandelten Arten verwechselt werden. Hinweise zu diesem Verwechslungsproblem finden sich hier und da:
"Die zahlreichen Wasser-Hahnenfußarten sind schwierig zu bestimmen." (1)
Ähnlich gehalten ist dieser Hinweis, mit dem ausgesagt wird, daß eine genaue Beschreibung der Merkmale unabdingbar ist, um Verwechslungen auszuschalten:
"Die Beschreibung der Merkmale erfolgt /.../ auch deshalb so detailliert, weil es mehrere, teilweise sehr änliche Ranunculus-Arten gibt. Darüber hinaus kann es durch zahlreiche Bastarde zwischen diesen zum völligen Verwischen der Artgrenzen kommen." (2)
Weil die Pflanze leicht zu verwechseln ist, fehlt es an einer genaueren Vorstellung vom Verbreitungsgebiet:
"Die Verbreitung in Mitteleuropa ist unzureichend bekannt, da es sich um eine bestimmungskritische Art handelt" (3)
Das läßt aufhorchen.
Bergau, Müller, Propst und Schäfer formulierten nur eine sehr knappe Beschreibung:
"Blüte 1 - 2cm breit. Schwimmblätter nierenförmig gekerbt; Unterwasserblätter fadenförmig." (4)
Ausführlicher ist der Wikipedia-Beitrag:
"Es werden bis zu zwei Meter lange Sprossachsen (in tiefem Wasser) gebildet, als amphibische Landform ist die Art sehr niedrigwüchsig. Die Schwimmblätter sind tief gezähnt, nierenförmig (können gelegentlich fehlen; manchmal unregelmäßig geformte Übergangsblätter), die dreieckigen Nebenblätter sind zu Dreivierteln oder mehr ihrer Länge mit dem Blattstiel verwachsen. Die Tauchblätter sind haarfein zerteilt/gabelspaltig (immer vorhanden)." (5)
Das sagt uns nun, daß dieselbe Pflanze in tiefem Wasser genauso leben kann wie als niedrigwüchsige amphibische Landform vorkommt. Die Blüten dieser giftigen Pflanzen lassen sich auf wesentlich genauer beschreiben:
"Die radiärsymmetrischen Blüten sind zwittrig. Die fünf weißen, haltbaren Kronblätter sind (am) Grunde gelb und 5 bis 10 Millimeter lang. Die Nektardrüsen sind rund bis becherförmig. Der Blütenstiel ist zur Fruchtzeit kürzer als der Stiel des gegenüberliegenden Schwimmblattes. Pro Blüte gibt es 14 bis 22 Staubblätter. Es werden meist 32 bis 36 (extrem: 21 bis 49) zunächst behaarte, später teilweise verkahlende Nüsschen pro Blüte gebildet. Die Blütezeit ist von April bis September." (6)
Das Austria-Lexikon nennt drei Bezeichnungen:
"Großblütenhahnenfuß, Gewöhnlicher Wasserhahnenfuß, Gemeiner Wasserhahnenfuß" (7)
Auch in diesem Lexikon gibt es eine Beschreibung:
"10-150cm hohe Pflanze mit untergetauchten Blättern, die 3teilig und zuletzt gabelig sind. Die Schwimmblätter sind rundlich-nierenförmig und 3-5lappig. Die Blüten sind weiß." (8)
Leicht verschieden ist es hier ausformuliert:
"Er ist eine (fast) submerse (untergetaucht lebended) Pflanze mit Schwimmblattausbildung und breitet sich flach aus, ist dabei sowohl kriechend als auch wurzelnd. Die Triebe sind lang, teils untergetaucht." (9)
In Teichen läßt sie sich sinnvoll einsetzen. Deswegen wird ihre Funktion so genannt:
"Pflanzung in mittleren und größeren Teichen als Repositionspflanze. Sie ist immergrün und liefert auch im Winter den nötigen Sauerstoff im Teich." (10)
Man sollte der Pflanze und ihren Lebenszusammenhängen genauer nachgehen.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkungen:
(1) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.166
(2)-(3) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnlicher_Wasserhahnenfu%C3%9F
(4) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.166
(5)-(6) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnlicher_Wasserhahnenfu%C3%9F
(7)-(8) zitiert aus:
http://www.austria-lexikon.at/af/Wissenssammlungen/Flora/Wasserhahnenfu%C3%9F
(9)-(10) zitiert aus:
http://green-24.de/forum/ftopic20977.html
"Die zahlreichen Wasser-Hahnenfußarten sind schwierig zu bestimmen." (1)
Ähnlich gehalten ist dieser Hinweis, mit dem ausgesagt wird, daß eine genaue Beschreibung der Merkmale unabdingbar ist, um Verwechslungen auszuschalten:
"Die Beschreibung der Merkmale erfolgt /.../ auch deshalb so detailliert, weil es mehrere, teilweise sehr änliche Ranunculus-Arten gibt. Darüber hinaus kann es durch zahlreiche Bastarde zwischen diesen zum völligen Verwischen der Artgrenzen kommen." (2)
Weil die Pflanze leicht zu verwechseln ist, fehlt es an einer genaueren Vorstellung vom Verbreitungsgebiet:
"Die Verbreitung in Mitteleuropa ist unzureichend bekannt, da es sich um eine bestimmungskritische Art handelt" (3)
Das läßt aufhorchen.
Bergau, Müller, Propst und Schäfer formulierten nur eine sehr knappe Beschreibung:
"Blüte 1 - 2cm breit. Schwimmblätter nierenförmig gekerbt; Unterwasserblätter fadenförmig." (4)
Ausführlicher ist der Wikipedia-Beitrag:
"Es werden bis zu zwei Meter lange Sprossachsen (in tiefem Wasser) gebildet, als amphibische Landform ist die Art sehr niedrigwüchsig. Die Schwimmblätter sind tief gezähnt, nierenförmig (können gelegentlich fehlen; manchmal unregelmäßig geformte Übergangsblätter), die dreieckigen Nebenblätter sind zu Dreivierteln oder mehr ihrer Länge mit dem Blattstiel verwachsen. Die Tauchblätter sind haarfein zerteilt/gabelspaltig (immer vorhanden)." (5)
Das sagt uns nun, daß dieselbe Pflanze in tiefem Wasser genauso leben kann wie als niedrigwüchsige amphibische Landform vorkommt. Die Blüten dieser giftigen Pflanzen lassen sich auf wesentlich genauer beschreiben:
"Die radiärsymmetrischen Blüten sind zwittrig. Die fünf weißen, haltbaren Kronblätter sind (am) Grunde gelb und 5 bis 10 Millimeter lang. Die Nektardrüsen sind rund bis becherförmig. Der Blütenstiel ist zur Fruchtzeit kürzer als der Stiel des gegenüberliegenden Schwimmblattes. Pro Blüte gibt es 14 bis 22 Staubblätter. Es werden meist 32 bis 36 (extrem: 21 bis 49) zunächst behaarte, später teilweise verkahlende Nüsschen pro Blüte gebildet. Die Blütezeit ist von April bis September." (6)
Das Austria-Lexikon nennt drei Bezeichnungen:
"Großblütenhahnenfuß, Gewöhnlicher Wasserhahnenfuß, Gemeiner Wasserhahnenfuß" (7)
Auch in diesem Lexikon gibt es eine Beschreibung:
"10-150cm hohe Pflanze mit untergetauchten Blättern, die 3teilig und zuletzt gabelig sind. Die Schwimmblätter sind rundlich-nierenförmig und 3-5lappig. Die Blüten sind weiß." (8)
Leicht verschieden ist es hier ausformuliert:
"Er ist eine (fast) submerse (untergetaucht lebended) Pflanze mit Schwimmblattausbildung und breitet sich flach aus, ist dabei sowohl kriechend als auch wurzelnd. Die Triebe sind lang, teils untergetaucht." (9)
In Teichen läßt sie sich sinnvoll einsetzen. Deswegen wird ihre Funktion so genannt:
"Pflanzung in mittleren und größeren Teichen als Repositionspflanze. Sie ist immergrün und liefert auch im Winter den nötigen Sauerstoff im Teich." (10)
Man sollte der Pflanze und ihren Lebenszusammenhängen genauer nachgehen.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkungen:
(1) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.166
(2)-(3) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnlicher_Wasserhahnenfu%C3%9F
(4) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.166
(5)-(6) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnlicher_Wasserhahnenfu%C3%9F
(7)-(8) zitiert aus:
http://www.austria-lexikon.at/af/Wissenssammlungen/Flora/Wasserhahnenfu%C3%9F
(9)-(10) zitiert aus:
http://green-24.de/forum/ftopic20977.html
Dienstag, 16. November 2010
Kanadische Wasserpest - Elodea canadensis
Die "Kanadische Wasserpest" ist eine Pflanze, die in Europa eingeschleppt wurde. Die wissenschaftliche Bezeichnung der Botaniker lautet "Elodea canadensis".
"Im Jahre 1835 wurde die aus Nordamerika eingeschleppte Pflanze erstmals in Europa beschrieben." (1)
Der Vorgang ist interessant. Dazu will unsereins mehr wissen, also wer sie erstmals beschrieb und ab wann diese Pflanze in Europa wirklich aufgetaucht sein wird. Der Name "Wasserpest" wird auf rasche Verbreitung und eine große Plage hinweisen:
"Sie vermehrte sich so stark, daß sie zu einer Plage für die Schifffahrt wurde." (2)
Doch damit nicht genug:
"Inzwischen haben sich weitere Wasserpest-Arten bei uns ausgebreitet." (3)
Doch wie geschah dies alles? Ein Hinweis fand sich:
"Pflanzenteile der Kanadischen Wasserpest wurden 1859 aus dem Berliner Botanischen Garten in nahe gelegene Gewässer ausgesetzt. Danach breitete sich die Wasserpflanze, die vor allem bei Aquarianern bekannt ist, rasant über Kanäle und Flüsse aus. Eine Schwesternart ist ebenfalls weit verbreitet. Die ökologischen Folgen der Wasserpest-Arten sind noch nicht komplett geklärt. Als gesichert gilt jedoch, dass Molche die Blätter der Wasserpest einfalten, um ihre Eier darin abzulegen. Auch Wasserspinnen nutzen den kanadischen "Unterwasserwald" als Zuhause." (4)
In Badeseen kann die Pflanze Angst und Schrecken verbreiten:
"Sie sieht hässlich aus und trägt einen ebensolchen Namen. Dennoch geben sowohl die Technischen Betriebe Offenburg (TBO) als auch Gerhard Schöler von der Stadt- und Umweltplanung Entwarnung: Bei der "Kanadischen Wasserpest", die sich derzeit am Ufer des Gifizsees ausbreitet, handele es sich um einen "harmlosen Algentyp", so Schöler." (5)
Die Bemühung ist erkennbar, der Bevölkerung die Angst zu nehmen. Es wird, ganz im Gegenteil, der Nutzen der Pflanze herausgestellt:
"Die "Elodea canadensis", so der hübschere lateinische Name, breitet sich sehr schnell aus, daher wird sie im Deutschen als "Pest" bezeichnet. Doch für das ökologische System leistet sie einen wichtigen Beitrag, erklärt der Experte beim Vororttermin: Da diese ausdauernden untergetauchten Wasserpflanzen Nährstoffe in Form von Phosphor verbrauchen, halten sie "schädliche Algen im Zaun". Dort, wo die Kanadische Wasserpest sich ausbreitet, haben Blaualgen zum Beispiel in der Regel keine Chance: "Die Elodea canadensis hat eine ungeheure Reinigungskraft." Daher wolle man die wuchernden Pflanzen auch nicht überall herausreißen, sondern lediglich die Badebuchten an der Südwestseite von der harmlosen Plage befreien." (6)
Doch wie sieht diese Pflanze aus? Die Beschreibung bei Bergau, Müller, Propst und Schäfer fiel sehr knapp aus:
"Unterwasserpflanze. Blätter jeweils zu 3 in Quirlen am verzweigten Stängel." (7)
Etwas ausführlicher, daher lohnender, ist diese Beschreibung:
"Die Kanadische Wasserpest ist eine krautige Pflanze. Die untergetauchten Sprosse erreichen eine Länge von 30 bis 100 Zentimeter. Häufig können sie auch bis zu drei Meter lange Ausläufer bilden.
An den flutenden Stängeln sitzen die kleinen, dunkelgrünen Blätter dicht quirlig meist zu dritt (zwei bis vier). Sie sind ein bis drei Zentimeter lang, weich oder starr, zungenförmig und vorne abgerundet, in der Mitte meist am breitesten, am Grund verschmälert, grün bis dunkelgrün gefärbt und häufig derb. Die Spitze der Blätter ist manchmal etwas zurückgebogen. Die Länge der Blätter macht das zwei- bis fünffache ihrer Breite (1,5 bis 3,5 Millimeter) aus.
Ihre dekussiv gestellten Blätter /.../ sind insgesamt länglich und eiförmig bis lanzettlich geformt." (8)
Was sind "dekussiv gestellte" Blätter? Dazu ist an anderer Stelle erläutert, daß es sich um kreuzständige Blattpaare handelt:
"kreuzgegenständig (dekussiert): Je zwei am Stängel aufeinander folgende Blattpaare stehen rechtwinklig zueinander." (9)
Durch den Botaniker Karl Friedrich Schimper wurde im Jahre 1830 die "Phyllotaxis" als "Lehre von der Blattstellung" der Pflanzen begründet. Daß es feste Regeln in der Blattstellung gibt, war schon zuvor aufgefallen:
"Blätter sind am Stängel nicht regellos angeordnet. Ihre Anordnung folgt vielmehr bestimmten Regeln. Obwohl bereits Leonardi da Vinci in seinen Tagebüchern auf diese Tatsache hingewiesen hat, gilt der Botaniker Karl Friedrich Schimper als derjenige, der die dahinter stehenden Gesetzmäßigkeiten mathematisch begründet hat.
Durch seine Arbeiten wurde um 1830 eine eigene Disziplin, die Lehre von der Blattstellung (auch Blattstand oder Phyllotaxis), begründet." (10)
Doch kehren wir zur "Kanadischen Wasserpest" zurück. Nach Bergau, Müller, Propst und Schäfer findet man diese Pflanze
"in Schwimmblatt- und Laichkrautgesellschaften eutropher stehender und langsam fließender Gewässer. Ihre Fähigkeit zur ungeschlechtlichen (vegetativen) Vermehrung ist beachtlich. Bruchstücke des Stängels bilden Wurzeln heraus und wachsen sofort an." (11)
Das erklärt wohl sehr gut, warum sich diese Pflanzen wie eine Pest ausbreitet. Es dürfte sich lohnen, akribisch allen Hinweisen auf die Pflanze nachzugehen.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkungen:
(1)-(3) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.166
(4) zitiert aus: planet-wissen.de: Pflanzliche und tierische Einwanderer. In:
http://www.planet-wissen.de/natur_technik/naturschutz/invasionsbiologie/einwanderer.jsp
(5)-(6) zitiert aus der Badischen Zeitung, Offenburg:
http://www.badische-zeitung.de/offenburg/alge-mit-ungeheurer-reinigungskraft--18476456.html
(7) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.166
(8) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kanadische_Wasserpest
(9)-(10) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Phyllotaxis
(11) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.166
"Im Jahre 1835 wurde die aus Nordamerika eingeschleppte Pflanze erstmals in Europa beschrieben." (1)
Der Vorgang ist interessant. Dazu will unsereins mehr wissen, also wer sie erstmals beschrieb und ab wann diese Pflanze in Europa wirklich aufgetaucht sein wird. Der Name "Wasserpest" wird auf rasche Verbreitung und eine große Plage hinweisen:
"Sie vermehrte sich so stark, daß sie zu einer Plage für die Schifffahrt wurde." (2)
Doch damit nicht genug:
"Inzwischen haben sich weitere Wasserpest-Arten bei uns ausgebreitet." (3)
Doch wie geschah dies alles? Ein Hinweis fand sich:
"Pflanzenteile der Kanadischen Wasserpest wurden 1859 aus dem Berliner Botanischen Garten in nahe gelegene Gewässer ausgesetzt. Danach breitete sich die Wasserpflanze, die vor allem bei Aquarianern bekannt ist, rasant über Kanäle und Flüsse aus. Eine Schwesternart ist ebenfalls weit verbreitet. Die ökologischen Folgen der Wasserpest-Arten sind noch nicht komplett geklärt. Als gesichert gilt jedoch, dass Molche die Blätter der Wasserpest einfalten, um ihre Eier darin abzulegen. Auch Wasserspinnen nutzen den kanadischen "Unterwasserwald" als Zuhause." (4)
In Badeseen kann die Pflanze Angst und Schrecken verbreiten:
"Sie sieht hässlich aus und trägt einen ebensolchen Namen. Dennoch geben sowohl die Technischen Betriebe Offenburg (TBO) als auch Gerhard Schöler von der Stadt- und Umweltplanung Entwarnung: Bei der "Kanadischen Wasserpest", die sich derzeit am Ufer des Gifizsees ausbreitet, handele es sich um einen "harmlosen Algentyp", so Schöler." (5)
Die Bemühung ist erkennbar, der Bevölkerung die Angst zu nehmen. Es wird, ganz im Gegenteil, der Nutzen der Pflanze herausgestellt:
"Die "Elodea canadensis", so der hübschere lateinische Name, breitet sich sehr schnell aus, daher wird sie im Deutschen als "Pest" bezeichnet. Doch für das ökologische System leistet sie einen wichtigen Beitrag, erklärt der Experte beim Vororttermin: Da diese ausdauernden untergetauchten Wasserpflanzen Nährstoffe in Form von Phosphor verbrauchen, halten sie "schädliche Algen im Zaun". Dort, wo die Kanadische Wasserpest sich ausbreitet, haben Blaualgen zum Beispiel in der Regel keine Chance: "Die Elodea canadensis hat eine ungeheure Reinigungskraft." Daher wolle man die wuchernden Pflanzen auch nicht überall herausreißen, sondern lediglich die Badebuchten an der Südwestseite von der harmlosen Plage befreien." (6)
Doch wie sieht diese Pflanze aus? Die Beschreibung bei Bergau, Müller, Propst und Schäfer fiel sehr knapp aus:
"Unterwasserpflanze. Blätter jeweils zu 3 in Quirlen am verzweigten Stängel." (7)
Etwas ausführlicher, daher lohnender, ist diese Beschreibung:
"Die Kanadische Wasserpest ist eine krautige Pflanze. Die untergetauchten Sprosse erreichen eine Länge von 30 bis 100 Zentimeter. Häufig können sie auch bis zu drei Meter lange Ausläufer bilden.
An den flutenden Stängeln sitzen die kleinen, dunkelgrünen Blätter dicht quirlig meist zu dritt (zwei bis vier). Sie sind ein bis drei Zentimeter lang, weich oder starr, zungenförmig und vorne abgerundet, in der Mitte meist am breitesten, am Grund verschmälert, grün bis dunkelgrün gefärbt und häufig derb. Die Spitze der Blätter ist manchmal etwas zurückgebogen. Die Länge der Blätter macht das zwei- bis fünffache ihrer Breite (1,5 bis 3,5 Millimeter) aus.
Ihre dekussiv gestellten Blätter /.../ sind insgesamt länglich und eiförmig bis lanzettlich geformt." (8)
Was sind "dekussiv gestellte" Blätter? Dazu ist an anderer Stelle erläutert, daß es sich um kreuzständige Blattpaare handelt:
"kreuzgegenständig (dekussiert): Je zwei am Stängel aufeinander folgende Blattpaare stehen rechtwinklig zueinander." (9)
Durch den Botaniker Karl Friedrich Schimper wurde im Jahre 1830 die "Phyllotaxis" als "Lehre von der Blattstellung" der Pflanzen begründet. Daß es feste Regeln in der Blattstellung gibt, war schon zuvor aufgefallen:
"Blätter sind am Stängel nicht regellos angeordnet. Ihre Anordnung folgt vielmehr bestimmten Regeln. Obwohl bereits Leonardi da Vinci in seinen Tagebüchern auf diese Tatsache hingewiesen hat, gilt der Botaniker Karl Friedrich Schimper als derjenige, der die dahinter stehenden Gesetzmäßigkeiten mathematisch begründet hat.
Durch seine Arbeiten wurde um 1830 eine eigene Disziplin, die Lehre von der Blattstellung (auch Blattstand oder Phyllotaxis), begründet." (10)
Doch kehren wir zur "Kanadischen Wasserpest" zurück. Nach Bergau, Müller, Propst und Schäfer findet man diese Pflanze
"in Schwimmblatt- und Laichkrautgesellschaften eutropher stehender und langsam fließender Gewässer. Ihre Fähigkeit zur ungeschlechtlichen (vegetativen) Vermehrung ist beachtlich. Bruchstücke des Stängels bilden Wurzeln heraus und wachsen sofort an." (11)
Das erklärt wohl sehr gut, warum sich diese Pflanzen wie eine Pest ausbreitet. Es dürfte sich lohnen, akribisch allen Hinweisen auf die Pflanze nachzugehen.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkungen:
(1)-(3) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.166
(4) zitiert aus: planet-wissen.de: Pflanzliche und tierische Einwanderer. In:
http://www.planet-wissen.de/natur_technik/naturschutz/invasionsbiologie/einwanderer.jsp
(5)-(6) zitiert aus der Badischen Zeitung, Offenburg:
http://www.badische-zeitung.de/offenburg/alge-mit-ungeheurer-reinigungskraft--18476456.html
(7) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.166
(8) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kanadische_Wasserpest
(9)-(10) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Phyllotaxis
(11) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.166
Montag, 15. November 2010
Sumpf-Wasserstern - Callitriche palustris
Der "Sumpf-Wasserstern" gehört zu den Wassersterngewächsen und hat durch die Botaniker den Fachbegriff "Callitriche palustris" erhalten. Es gibt Pflanzenteile, die an der Wasseroberfläche als Blattrosette schwimmen, und solche, die untergetaucht im Wasser aufzufinden sind. Die Pflanze hat ihren Lebensraum im Schwimmblattgürtel von Gewässern. Bergau, Müller, Propst und Schäfer verweisen auf "den Schwimmblattgürtel stehender oder fließender, mäßig saurer, mineralsalzarmer Gewässer" (1) und sagen außerdem:
"Auch in nassen Wegsenken kommt er vor." (2)
Andere Autoren präzisieren so:
"Der Sumpf-Wasserstern (Callitriche palustris), auch Frühlings-Wasserstern genannt, ist eine Wasserpflanze aus der Ordnung der Lippenblütenartigen (Lamiales)." (3)
Zu Unterwasserpflanzen, zu denen der Sumpf-Wasserstern gezählt wird, ist weitläufig ausformuliert:
"Bei dieser Pflanzengruppe handelt es sich um Pflanzen, die nicht wie die Sumpfpflanzen nur kurzzeitig im Wasser existieren können, sondern sie wachsen immer unter Wasser. Manche Arten bilden Schwimmblätter , manche strecken ihre Köpfe aus dem Wasser und andere wiederum recken nur die Blüten zwecks Bestäubung über die Oberfläche hinaus.
Wasserpflanzen entziehen dem Wasser sehr viel Nährstoffe und hemmen dadurch den Algenwuchs. Sie sind gute Sauerstoffproduzenten und bieten Kleinstlebewesen wie Insektenlarven und Krebstierchen einen Lebensraum. Gleichzeitig dienen sie Jungfischen und Lurchen gut als Versteckmöglichkeit." (4)
Dem Sumpf-Wasserstern käme demnach, genauso anderen Unterwasserpflanzen, die Aufgabe zu, dem Wasser viele Nährstoffe zu entziehen, sodaß dadurch der Algenbewuchs des Gewässers gehemmt ist. Zugleich bieten sie Fischen und andere Wassertieren Verstecke.
Beschreiben läßt sich der Sumpf-Wasserstern z.B. auch so:
"Es handelt sich um eine untergetaucht lebende, mehrjährige Pflanze, die Schwimmblattrosetten ausbildet. Sie kann jedoch auch eine im Schlamm kriechende, bis zu 40 Zentimeter lange Landform entwickeln. Die Blüten sind winzig; die Staubblätter haben eine Länge von nur 5 Millimeter. Die Blüten erscheinen von April bis September." (5)
Die Zuordnung der Pflanze war offensichtlich, trotz ihrer beschreibbaren Merkmale, nicht einfach. Sie gehört zwar zu den Wassersterngewächsen, aber diese Gewächse wiederum zuzuordnen, löste Streit aus. Es scheint inzwischen eine Einigung erzielt worden zu sein, denn es heißt:
"Die Wassersterngewächse (botanisch Callitrichaceae ) sind eine Familie der bedecktsamigen Pflanzen. Ihre Stellung innerhalb der Bedecktsamer war wegen eines Mangels an Merkmalen, insbesondere wegen der stark reduzierten Blüten, lange unklar. Sie werden nach neueren Ergebnissen aus der Molekularbiologie in die Wegerichgewächse (Plantaginaceae ) eingeordnet. Die Familie enthält als einzige Gattung den Wasserstern (botanisch Callitriche ), der mit etwa 25 Arten weltweit (mit Ausnahme Südafrikas) vorkommt." (6)
Es gibt also viele nachdenkenswerte Hinweise, die zu erweitern sind.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkungen:
(1) siehe zitierte Textstelle im Kontext bei: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.166
(2) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.166
(3) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sumpf-Wasserstern
(4) zitiert aus: wassergarten-dessau.de: Unterwasserpflanzen. In:
http://www.wassergarten-dessau.de/?AllocationID=88&nlsid=1
(5) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sumpf-Wasserstern
(6) zitiert aus:
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Callitriche.html
"Auch in nassen Wegsenken kommt er vor." (2)
Andere Autoren präzisieren so:
"Der Sumpf-Wasserstern (Callitriche palustris), auch Frühlings-Wasserstern genannt, ist eine Wasserpflanze aus der Ordnung der Lippenblütenartigen (Lamiales)." (3)
Zu Unterwasserpflanzen, zu denen der Sumpf-Wasserstern gezählt wird, ist weitläufig ausformuliert:
"Bei dieser Pflanzengruppe handelt es sich um Pflanzen, die nicht wie die Sumpfpflanzen nur kurzzeitig im Wasser existieren können, sondern sie wachsen immer unter Wasser. Manche Arten bilden Schwimmblätter , manche strecken ihre Köpfe aus dem Wasser und andere wiederum recken nur die Blüten zwecks Bestäubung über die Oberfläche hinaus.
Wasserpflanzen entziehen dem Wasser sehr viel Nährstoffe und hemmen dadurch den Algenwuchs. Sie sind gute Sauerstoffproduzenten und bieten Kleinstlebewesen wie Insektenlarven und Krebstierchen einen Lebensraum. Gleichzeitig dienen sie Jungfischen und Lurchen gut als Versteckmöglichkeit." (4)
Dem Sumpf-Wasserstern käme demnach, genauso anderen Unterwasserpflanzen, die Aufgabe zu, dem Wasser viele Nährstoffe zu entziehen, sodaß dadurch der Algenbewuchs des Gewässers gehemmt ist. Zugleich bieten sie Fischen und andere Wassertieren Verstecke.
Beschreiben läßt sich der Sumpf-Wasserstern z.B. auch so:
"Es handelt sich um eine untergetaucht lebende, mehrjährige Pflanze, die Schwimmblattrosetten ausbildet. Sie kann jedoch auch eine im Schlamm kriechende, bis zu 40 Zentimeter lange Landform entwickeln. Die Blüten sind winzig; die Staubblätter haben eine Länge von nur 5 Millimeter. Die Blüten erscheinen von April bis September." (5)
Die Zuordnung der Pflanze war offensichtlich, trotz ihrer beschreibbaren Merkmale, nicht einfach. Sie gehört zwar zu den Wassersterngewächsen, aber diese Gewächse wiederum zuzuordnen, löste Streit aus. Es scheint inzwischen eine Einigung erzielt worden zu sein, denn es heißt:
"Die Wassersterngewächse (botanisch Callitrichaceae ) sind eine Familie der bedecktsamigen Pflanzen. Ihre Stellung innerhalb der Bedecktsamer war wegen eines Mangels an Merkmalen, insbesondere wegen der stark reduzierten Blüten, lange unklar. Sie werden nach neueren Ergebnissen aus der Molekularbiologie in die Wegerichgewächse (Plantaginaceae ) eingeordnet. Die Familie enthält als einzige Gattung den Wasserstern (botanisch Callitriche ), der mit etwa 25 Arten weltweit (mit Ausnahme Südafrikas) vorkommt." (6)
Es gibt also viele nachdenkenswerte Hinweise, die zu erweitern sind.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkungen:
(1) siehe zitierte Textstelle im Kontext bei: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.166
(2) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.166
(3) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sumpf-Wasserstern
(4) zitiert aus: wassergarten-dessau.de: Unterwasserpflanzen. In:
http://www.wassergarten-dessau.de/?AllocationID=88&nlsid=1
(5) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sumpf-Wasserstern
(6) zitiert aus:
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Callitriche.html
Sonntag, 14. November 2010
Ähriges Tausendblatt - Myriophyllum spicatum
Auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde soll das "Ährige Tausendblatt vorkommen, aber auch in Teilen Afrikas und auf den Philippinen. (1) Jeweils lokal findet man es im Tauchblattgürtel der Gewässer:
"Das Ährige Tausendblatt wächst insbesondere im Tauchblattgürtel stehender oder langsam fließender, eutropher, basenreicher Gewässer." (2)
Da die Pflanze dicht zusammensteht, bietet sie für Fische ein gutes Versteck, meinen Bergau, Müller, Propst und Schäfer.
Man kann die Wasserpflanze gut hieran erkennen:
"Das Ährige Tausendblatt kann etwa 40 bis 200 Zentimeter lang werden und besitzt charakteristische ährige Blütenstände,die zur Blütezeit stets über das Wasser herausragen." (3)
Die Beschreibungen lohnen immer den Vergleich, da sich aus der Wortwahl herauslesen läßt, wie Pflanzen möglichst genau zu beschreiben sind, ohne daß Mißverständnisse aufkommen:
"Blüten in aufrechter Ähre, die über die Wasseroberfläche hinausragt. Blätter meist zu 4 in Quirlen; mit gegenständigen, borstlichen Fiedern." (4)
Die Unterscheidung, die Bergau, Müller, Propst und Schäfer dadurch herbeiführen, indem sie die "Wasserfeder" anführen,
die Ähnlichkeiten aufweist, ist nützlich:
"Die ähnliche Wasserfeder (Hottonia palustris) ist an ihren rosettenartig angeordneten Blättern und großen Blüten zu erkennen." (5)
Die fachliche Beschreibung nutzt zur Unterscheidung die Worte "quirlständig" oder "Quirl", als Unterschied zu "grundständiger Rosette" oder "rosettenartig angeordneten Blättern". Andererseits gibt es "gestielte", "sitzende (ungestielte)", "wechselständige" und gegenständige" Blätter. Bei dem "Ährigen Tausendblatt" sind die Blätter "meist", also nicht immer so, in Quirlen angeordnet.
Doch bleiben wir bei dem Ort, wo das "Ährige Tausendblatt" lebt: im "Tauchblattgürtel". An einem See etwa lassen sich folgende Lebensräume der Pflanzen als Gürtel entdecken:
"Bruchwaldgürtel, Röhrichtgürtel, Schwimmblattgürtel, Tauchblattgürtel." (6)
Im Bruchwaldgürtel leben "Bittersüßer Nachtschatten, Sumpfveilchen, Erle, Seggen".
Im Röhrichtgürtel lassen sich "Binsen, Schilfrohr, Rohrkolben" ausmachen.
Der Schwimmblattgürtel enthält "See- und Teichrose, Wasserknöterich, einige Laichkrautarten", während im Tauchblattgürtel "Wasserlinse, Wasserpest, Tausendblatt, Hornblatt" leben. (7)
Nicht überall finden sich an den Seen solche genau abgrenzbaren Pflanzengürtel mit gerade diesen Pflanzen vor. Denn diese können sich gegenseitig auch im Wachstum behindern oder sind in Teilen entfernt worden. Zum "Ährigen Tausendblatt" etwa wird gesagt:
"Das Ährige Tausendblatt ist äußerst ausdauernd und stark wuchernd, sodass es in kleineren Teichen rasch zur Plage wird, in großen Teichen kann es sehr nützlich sein. Bei "Spicatum" sind die Stängel belaubt und es trägt eine etwa 10cm lange unscheinbare Blüte über dem Wasser." (8)
Möglicherweise braucht es bestimmte Wasserstände im Teich, damit solche Probleme auftauchen, oder die Wasserqualität muss abgesunken sein. Zur Pflanze läßt sich noch sehr viel zusammentragen.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkungen:
(1) siehe dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84hriges_Tausendblatt
(2) siehe Zitat im Zusammenhang des Textes: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.166
(3) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84hriges_Tausendblatt
(4)-(5) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.166
(6)-(7) siehe Zitate im Zusammenhang der Angaben in:
http://home.arcor.de/st/ste01/Biologen/Oekologie_8/Pflanzenguertel.htm
(8) zitiert aus: Thilo Rotzoll: Terra Aqua Teichbau: Unterwasserpflanzen. In:
http://www.terra-aqua-teichbau.de/de/shop/unterwasserpflanzen/
"Das Ährige Tausendblatt wächst insbesondere im Tauchblattgürtel stehender oder langsam fließender, eutropher, basenreicher Gewässer." (2)
Da die Pflanze dicht zusammensteht, bietet sie für Fische ein gutes Versteck, meinen Bergau, Müller, Propst und Schäfer.
Man kann die Wasserpflanze gut hieran erkennen:
"Das Ährige Tausendblatt kann etwa 40 bis 200 Zentimeter lang werden und besitzt charakteristische ährige Blütenstände,die zur Blütezeit stets über das Wasser herausragen." (3)
Die Beschreibungen lohnen immer den Vergleich, da sich aus der Wortwahl herauslesen läßt, wie Pflanzen möglichst genau zu beschreiben sind, ohne daß Mißverständnisse aufkommen:
"Blüten in aufrechter Ähre, die über die Wasseroberfläche hinausragt. Blätter meist zu 4 in Quirlen; mit gegenständigen, borstlichen Fiedern." (4)
Die Unterscheidung, die Bergau, Müller, Propst und Schäfer dadurch herbeiführen, indem sie die "Wasserfeder" anführen,
die Ähnlichkeiten aufweist, ist nützlich:
"Die ähnliche Wasserfeder (Hottonia palustris) ist an ihren rosettenartig angeordneten Blättern und großen Blüten zu erkennen." (5)
Die fachliche Beschreibung nutzt zur Unterscheidung die Worte "quirlständig" oder "Quirl", als Unterschied zu "grundständiger Rosette" oder "rosettenartig angeordneten Blättern". Andererseits gibt es "gestielte", "sitzende (ungestielte)", "wechselständige" und gegenständige" Blätter. Bei dem "Ährigen Tausendblatt" sind die Blätter "meist", also nicht immer so, in Quirlen angeordnet.
Doch bleiben wir bei dem Ort, wo das "Ährige Tausendblatt" lebt: im "Tauchblattgürtel". An einem See etwa lassen sich folgende Lebensräume der Pflanzen als Gürtel entdecken:
"Bruchwaldgürtel, Röhrichtgürtel, Schwimmblattgürtel, Tauchblattgürtel." (6)
Im Bruchwaldgürtel leben "Bittersüßer Nachtschatten, Sumpfveilchen, Erle, Seggen".
Im Röhrichtgürtel lassen sich "Binsen, Schilfrohr, Rohrkolben" ausmachen.
Der Schwimmblattgürtel enthält "See- und Teichrose, Wasserknöterich, einige Laichkrautarten", während im Tauchblattgürtel "Wasserlinse, Wasserpest, Tausendblatt, Hornblatt" leben. (7)
Nicht überall finden sich an den Seen solche genau abgrenzbaren Pflanzengürtel mit gerade diesen Pflanzen vor. Denn diese können sich gegenseitig auch im Wachstum behindern oder sind in Teilen entfernt worden. Zum "Ährigen Tausendblatt" etwa wird gesagt:
"Das Ährige Tausendblatt ist äußerst ausdauernd und stark wuchernd, sodass es in kleineren Teichen rasch zur Plage wird, in großen Teichen kann es sehr nützlich sein. Bei "Spicatum" sind die Stängel belaubt und es trägt eine etwa 10cm lange unscheinbare Blüte über dem Wasser." (8)
Möglicherweise braucht es bestimmte Wasserstände im Teich, damit solche Probleme auftauchen, oder die Wasserqualität muss abgesunken sein. Zur Pflanze läßt sich noch sehr viel zusammentragen.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkungen:
(1) siehe dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84hriges_Tausendblatt
(2) siehe Zitat im Zusammenhang des Textes: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.166
(3) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84hriges_Tausendblatt
(4)-(5) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.166
(6)-(7) siehe Zitate im Zusammenhang der Angaben in:
http://home.arcor.de/st/ste01/Biologen/Oekologie_8/Pflanzenguertel.htm
(8) zitiert aus: Thilo Rotzoll: Terra Aqua Teichbau: Unterwasserpflanzen. In:
http://www.terra-aqua-teichbau.de/de/shop/unterwasserpflanzen/
Raues Hornblatt - Ceratophyllum demersum
Bei der Wasserpflanze "Raues Hornblatt" handelt es sich um ein Hydrophyt der Hornblattgewächse, das
"in nährstoffreichen stehenden und langsam fließenden Gewässern in ganz Deutschland, Europa, im nördlichen Asien und in Nordamerika verbreitet" (1)
ist. Die Pflanze lebt untergetaucht und schwebt in Wassertiefen, die "von 0,5 bis 10m" reichen können.
Auch anderswo wird auf das freie Schweben der Pflanze hingewiesen:
"Das Raue Hornblatt ist nicht verankert, sondern treibt frei im Wasser." (2)
Bergau, Müller, Propst und Schäfer beschreiben die Pflanze so:
"Unterwasserpflanze. Blätter in Quirlen; starr, hart, hellgrün und 1 bis 2mal gegabelt. Blüten unscheinbar in den Blattquirlen." (3)
Es lohnt sich, die Beschreibungen zu vergleichen, weil in jeder andere zusätzliche Hinweise auftauchen. Als Merkmale werden etwa genannt:
"Bis zu 1m lange Sprosse werden ausgebildet. An ihrem zerbrechlichen, aber zugfesten Stängel sind quirlartig 4 bis 12 dunkelgrüne, raue Blätter angeordnet. Die Blüten sind unscheinbar." (4)
Neben der Bezeichnung "Raues Hornblatt" taucht auch noch eine andere Benennung auf: "Untergetauchtes Hornblatt". (5)
Es tritt offensichtlich auch eine falsche Benennung in Erscheinung.
Statt "Hornblatt" kommt für die Gattung im deutschen Sprachraum gelegentlich "Hornkraut" vor, aber:
"(dies ist bereits der deutsche Name der Gattung Cerastium)" (6)
Im Aquarium nutzt man das "Raue Hornblatt" und andere Hornblattarten dazu, die Wasserqualität positiv zu beeinflussen:
"In der Aquaristik finden verschiedene Hornblattarten Verwendung. Sie zeichnen sich durch ein starkes Wachstum aus und helfen die Wasserqualität zu verbessern. Ihre Eigenschaft, im Wasser gelöste Nährstoffe aufzunehmen, lässt sie auch zur Algenbekämpfung geeignet erscheinen." (7)
Die Arten der Gattung "Hornblatt" haben zu einer Fachdiskussion geführt, wohin sie in der Pflanzensystematik gehören sollen. Interessant ist deshalb dieser Hinweis:
"Die Arten dieser Familie unterscheiden sich stark von allen anderen Blütenpflanzen. Aufgrund von DNA-Sequenzen wird angenommen, dass die Hornblattgewächse entweder die Schwestergruppe aller anderen Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliophyta) oder die Schwestergruppe der Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrigen (Rosopsida) oder die Schwestergruppe der Einkeimblättrigen (Liliopsida) darstellen." (8)
Dies läßt erkennen, wie offenzuhalten die Systematik der Pflanzen ist, weil neue und bessere Erkenntnisse dazu führen müssen, die Zuordnungen umzubauen.
Was die Vermehrung der Pflanze betrifft, so kann sie verschiedene Wege nutzen. Die Pollen der Pflanze treiben im Wasser auf die Griffel in den Blüten. Die späteren Samen treiben ebenfalls im Wasser oder werden "von Wasservögeln verbreitet". Bergau, Müller, Propst und Schäfer weisen auch darauf hin:
"Die Pflanze lässt sich über abgerissene Stängel leicht vermehren." (9)
In Gartenteichen gilt das "Raue Hornblatt" als Nutzpflanze. So wird z.B. darüber informiert, daß Unterwasserpflanzen "oft wertvolle Sauerstoffspender" und bei zu starken Wuchs "bequem abgefischt werden" können. (10)
Es gibt also reichlich Aspekte, die zum Themenfeld bei der Beschäftigung mit der Pflanze "Raues Hornblatt" werden können.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkung:
(1) siehe Zitat im Kontext in:
http://de.wikipedia.org/wiki/Raues_Hornblatt
(2) zitiert aus:
http://www.donauauen.at/?area=nature&subarea=flora&category=herbs&story_id=774
(3) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.166
(4) Zitat mit Bezug zum Nationalpark Donau-Auen:
http://www.donauauen.at/?area=nature&subarea=flora&category=herbs&story_id=774
(5) siehe bei: Thomas Meyer: Blumen in Schwaben: Familie: Hornblattgewächse (Ceratophyllaceae). In:
http://blumeninschwaben.de/Hauptgruppen/hornblattgewaechse.htm
(6)-(8) siehe Zitate im Kontext in:
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/627344
(9) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.166
(10) ein Hinweis dazu findet sich in: Der Sängerhof: Teichpflegemittel für klare Verhältnisse im Gartenteich. Siehe in:
http://www.saengerhof.de/gartenteichpflege.html
"in nährstoffreichen stehenden und langsam fließenden Gewässern in ganz Deutschland, Europa, im nördlichen Asien und in Nordamerika verbreitet" (1)
ist. Die Pflanze lebt untergetaucht und schwebt in Wassertiefen, die "von 0,5 bis 10m" reichen können.
Auch anderswo wird auf das freie Schweben der Pflanze hingewiesen:
"Das Raue Hornblatt ist nicht verankert, sondern treibt frei im Wasser." (2)
Bergau, Müller, Propst und Schäfer beschreiben die Pflanze so:
"Unterwasserpflanze. Blätter in Quirlen; starr, hart, hellgrün und 1 bis 2mal gegabelt. Blüten unscheinbar in den Blattquirlen." (3)
Es lohnt sich, die Beschreibungen zu vergleichen, weil in jeder andere zusätzliche Hinweise auftauchen. Als Merkmale werden etwa genannt:
"Bis zu 1m lange Sprosse werden ausgebildet. An ihrem zerbrechlichen, aber zugfesten Stängel sind quirlartig 4 bis 12 dunkelgrüne, raue Blätter angeordnet. Die Blüten sind unscheinbar." (4)
Neben der Bezeichnung "Raues Hornblatt" taucht auch noch eine andere Benennung auf: "Untergetauchtes Hornblatt". (5)
Es tritt offensichtlich auch eine falsche Benennung in Erscheinung.
Statt "Hornblatt" kommt für die Gattung im deutschen Sprachraum gelegentlich "Hornkraut" vor, aber:
"(dies ist bereits der deutsche Name der Gattung Cerastium)" (6)
Im Aquarium nutzt man das "Raue Hornblatt" und andere Hornblattarten dazu, die Wasserqualität positiv zu beeinflussen:
"In der Aquaristik finden verschiedene Hornblattarten Verwendung. Sie zeichnen sich durch ein starkes Wachstum aus und helfen die Wasserqualität zu verbessern. Ihre Eigenschaft, im Wasser gelöste Nährstoffe aufzunehmen, lässt sie auch zur Algenbekämpfung geeignet erscheinen." (7)
Die Arten der Gattung "Hornblatt" haben zu einer Fachdiskussion geführt, wohin sie in der Pflanzensystematik gehören sollen. Interessant ist deshalb dieser Hinweis:
"Die Arten dieser Familie unterscheiden sich stark von allen anderen Blütenpflanzen. Aufgrund von DNA-Sequenzen wird angenommen, dass die Hornblattgewächse entweder die Schwestergruppe aller anderen Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliophyta) oder die Schwestergruppe der Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrigen (Rosopsida) oder die Schwestergruppe der Einkeimblättrigen (Liliopsida) darstellen." (8)
Dies läßt erkennen, wie offenzuhalten die Systematik der Pflanzen ist, weil neue und bessere Erkenntnisse dazu führen müssen, die Zuordnungen umzubauen.
Was die Vermehrung der Pflanze betrifft, so kann sie verschiedene Wege nutzen. Die Pollen der Pflanze treiben im Wasser auf die Griffel in den Blüten. Die späteren Samen treiben ebenfalls im Wasser oder werden "von Wasservögeln verbreitet". Bergau, Müller, Propst und Schäfer weisen auch darauf hin:
"Die Pflanze lässt sich über abgerissene Stängel leicht vermehren." (9)
In Gartenteichen gilt das "Raue Hornblatt" als Nutzpflanze. So wird z.B. darüber informiert, daß Unterwasserpflanzen "oft wertvolle Sauerstoffspender" und bei zu starken Wuchs "bequem abgefischt werden" können. (10)
Es gibt also reichlich Aspekte, die zum Themenfeld bei der Beschäftigung mit der Pflanze "Raues Hornblatt" werden können.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkung:
(1) siehe Zitat im Kontext in:
http://de.wikipedia.org/wiki/Raues_Hornblatt
(2) zitiert aus:
http://www.donauauen.at/?area=nature&subarea=flora&category=herbs&story_id=774
(3) zitiert aus: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.166
(4) Zitat mit Bezug zum Nationalpark Donau-Auen:
http://www.donauauen.at/?area=nature&subarea=flora&category=herbs&story_id=774
(5) siehe bei: Thomas Meyer: Blumen in Schwaben: Familie: Hornblattgewächse (Ceratophyllaceae). In:
http://blumeninschwaben.de/Hauptgruppen/hornblattgewaechse.htm
(6)-(8) siehe Zitate im Kontext in:
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/627344
(9) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.166
(10) ein Hinweis dazu findet sich in: Der Sängerhof: Teichpflegemittel für klare Verhältnisse im Gartenteich. Siehe in:
http://www.saengerhof.de/gartenteichpflege.html
Samstag, 13. November 2010
Wald-Kiefer - Pinus sylvestris
Dieser bis zu 50m hohe Baum bevorzuge mineralsalzarme Standorte und finde sich deshalb auf Dünen, Sandböden, aber auch in Mooren, schreiben Bergau, Müller, Propst und Schäfer. Die Forstwirtschaft pflanzt ihn systematisch an. (1) Die Namen, die diesem Baum gegeben wurden, sind recht zahlreich, was zur Beschäftigung mit der kulturgeschichtlichen Bedeutung auffordert.
"Die heimische Kiefer besitzt viele volkstümliche Namen: Gemeine Kiefer, Samalkiefer, Sand- oder Rotkiefer, Föhre, Forche, Fuhre, Forle, Feuer- / Fackelbaum, Kienbaum, Waldföhre oder Weißföhre. Etymologisch stammt die Bezeichnung Kiefer vermutlich von der mittelhochdeutschen Wortschöpfung „Kien“ für harzreiches Holz und „Föhre“." (2)
Woran erkenne ich diesen Baum? Es lassen sich unterschiedliche Beschreibungsversuche auffinden, die einen sind populärwissenschaftlich gehalten, die anderen versuchen, dem Fachgebiet Botanik möglichst gerecht zu werden.
"Die Waldkiefer ist ein schnellwüchsiger immergrüner Nadelbaum. Sie kann Wipfelhöhen bis 48m und Stammdurchmesser bis zu 1m erreichen. Ihr erreichbares Alter beträgt ca. 600 Jahre." (3)
Die Schnellwüchsigkeit des Baumes führt dazu, daß sich andauernd die Pflanze verändert. Aber nicht nur durch das schnelle Aufwachsen ergeben sich Gestaltformen. Die Variabilität kann auch in der Pflanze selbst angelegt sein.
"Die Waldkiefer ist in der Wuchsform sehr variabel. Je nach Standort kommen schmale kegelförmige oder breite schirmförmige Kronen vor. Die Aststockwerke sind locker aufgebaut. Ältere Bäume haben oftmals eine halbkugelige Krone und einen vollholzigen langen Stamm, bei dem die unteren Äste abgestorben sind. Auf Standorten mit geringer Substratauflage, auf Felsenuntergrund oder als Windflüchter an Küsten bildet die Waldkiefer eine ausladende Schirmkrone aus." (4)
Das Gesamterscheinungsbild eines Baumes zu betrachten, scheint durchaus ergiebig zu sein. Zur Darstellung der Einzelheiten am Baum bietet sich eine Kurzbeschreibung von Bergau, Müller, Propst und Schäfer an:
"Nadeln 4 - 7 cm lang und blaugrün; zu 2 an Kurztrieben. Borke oben rotbraun, unten tief gefurcht und dunkelbraun. Krone bei älteren Bäumen etwas asymmetrisch." (5)
Es gibt etliche Schädlinge, die der Wald-Kiefer zusetzen können:
"Die Anzahl der an Waldkiefer lebenden Schmetterlingsarten ist eher gering. Sie ist die Wirtspflanze gefürchteter Großschädlinge wie des Gemeinen Kiefernspanners (Bupalus piniarius) und der Kieferneule (Panolis flammea). Bekannt sind auch der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) und der Kiefernschwärmer (Hyloicus pinastri).
Probleme an jungen Kiefern kann der Große Braune Rüsselkäfer (Hylobius abietis) verursachen. Der Graue Kiefernnadelrüssler (Brachyderes incanus) tritt dagegen eher vereinzelt auf. Der Heidelbeerspanner (Boarmia bistortata) fiel in der Vergangenheit im Schnitt einmal im Jahrzehnt auf. Die Gemeine Kiefernbuschhornblattwespe (Diprion pini) vermehrte sich in Bayern das letzte Mal massenhaft 1977/78 im Untermaingebiet. Zehn Jahre Später (1987/88) lagen die Schwerpunkte der letzten großen Massenvermehrung der Nonne (Lymantria monacha) in den Kiefernwäldern Mittelfrankens sowie des Weidener Beckens. In Kiefernbeständen können mit Hilfe der Winterprobepuppensuche die im Boden überwinternden Schadinsekten Kieferneule, Kiefernspanner, Kiefernschwärmer und Gemeine Kiefernbuschhornblattwespe überwacht werden.
Geschädigte Kiefern in Mittelfranken werden in vielen Fällen sekundär vom Blauen Kiefernprachtkäfer (Phaenops cyanea) und verschiedenen Kiefernborkenkäferarten befallen." (6)
Die Forstwirtschaft hat also reichlich zu tun, um den Baumbestand auf Schädlingsbefall zu untersuchen und einzugreifen, wenn er auftritt, damit das Nutzholz nicht verloren geht, oder Wälder erhalten bleiben.
Schreiner und Zimmerer verarbeiten das Holz:
"Ihr Holz ist wegen des warmen Farbtons als Möbelholz sehr beliebt. Auch als Konstruktionsholz im Innen- und Außenbereich wird es verwendet: für Schiffsdecke, Rammpfähle, Schwellen, Gartenmöbel, für Türen, Fenster, Treppen, Fußböden. Schwachholz u.a. zur Zellstoffgewinnung.
In Hamburg spielte in der Vergangenheit insbesondere ihre Verwendung im Schiffs- und Hafenbau (Rammpfähle) eine große Rolle." (7)
Dies rundet das Bild von der Waldkiefer etwas ab. Andererseits sind wir dazu aufgefordert, mehr zum Thema aufzufinden.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkungen:
(1) siehe dazu bei: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.114
(2) zitiert aus einer Veröffentlichung der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft, LWF: wald-baumarten: kiefer. In:
http://www.lwf.bayern.de/wald-baumarten/kiefer/index.php
(3)-(4) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Waldkiefer
(5) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.114
(6) zitiert aus: LWF, wie vor:
http://www.lwf.bayern.de/wald-baumarten/kiefer/index.php
(7) zitiert aus: Helmuth Biehl: Informatives: Die Waldkiefer. In:
http://www.tischlermeister-biehl.de/waldkiefer.html
"Die heimische Kiefer besitzt viele volkstümliche Namen: Gemeine Kiefer, Samalkiefer, Sand- oder Rotkiefer, Föhre, Forche, Fuhre, Forle, Feuer- / Fackelbaum, Kienbaum, Waldföhre oder Weißföhre. Etymologisch stammt die Bezeichnung Kiefer vermutlich von der mittelhochdeutschen Wortschöpfung „Kien“ für harzreiches Holz und „Föhre“." (2)
Woran erkenne ich diesen Baum? Es lassen sich unterschiedliche Beschreibungsversuche auffinden, die einen sind populärwissenschaftlich gehalten, die anderen versuchen, dem Fachgebiet Botanik möglichst gerecht zu werden.
"Die Waldkiefer ist ein schnellwüchsiger immergrüner Nadelbaum. Sie kann Wipfelhöhen bis 48m und Stammdurchmesser bis zu 1m erreichen. Ihr erreichbares Alter beträgt ca. 600 Jahre." (3)
Die Schnellwüchsigkeit des Baumes führt dazu, daß sich andauernd die Pflanze verändert. Aber nicht nur durch das schnelle Aufwachsen ergeben sich Gestaltformen. Die Variabilität kann auch in der Pflanze selbst angelegt sein.
"Die Waldkiefer ist in der Wuchsform sehr variabel. Je nach Standort kommen schmale kegelförmige oder breite schirmförmige Kronen vor. Die Aststockwerke sind locker aufgebaut. Ältere Bäume haben oftmals eine halbkugelige Krone und einen vollholzigen langen Stamm, bei dem die unteren Äste abgestorben sind. Auf Standorten mit geringer Substratauflage, auf Felsenuntergrund oder als Windflüchter an Küsten bildet die Waldkiefer eine ausladende Schirmkrone aus." (4)
Das Gesamterscheinungsbild eines Baumes zu betrachten, scheint durchaus ergiebig zu sein. Zur Darstellung der Einzelheiten am Baum bietet sich eine Kurzbeschreibung von Bergau, Müller, Propst und Schäfer an:
"Nadeln 4 - 7 cm lang und blaugrün; zu 2 an Kurztrieben. Borke oben rotbraun, unten tief gefurcht und dunkelbraun. Krone bei älteren Bäumen etwas asymmetrisch." (5)
Es gibt etliche Schädlinge, die der Wald-Kiefer zusetzen können:
"Die Anzahl der an Waldkiefer lebenden Schmetterlingsarten ist eher gering. Sie ist die Wirtspflanze gefürchteter Großschädlinge wie des Gemeinen Kiefernspanners (Bupalus piniarius) und der Kieferneule (Panolis flammea). Bekannt sind auch der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) und der Kiefernschwärmer (Hyloicus pinastri).
Probleme an jungen Kiefern kann der Große Braune Rüsselkäfer (Hylobius abietis) verursachen. Der Graue Kiefernnadelrüssler (Brachyderes incanus) tritt dagegen eher vereinzelt auf. Der Heidelbeerspanner (Boarmia bistortata) fiel in der Vergangenheit im Schnitt einmal im Jahrzehnt auf. Die Gemeine Kiefernbuschhornblattwespe (Diprion pini) vermehrte sich in Bayern das letzte Mal massenhaft 1977/78 im Untermaingebiet. Zehn Jahre Später (1987/88) lagen die Schwerpunkte der letzten großen Massenvermehrung der Nonne (Lymantria monacha) in den Kiefernwäldern Mittelfrankens sowie des Weidener Beckens. In Kiefernbeständen können mit Hilfe der Winterprobepuppensuche die im Boden überwinternden Schadinsekten Kieferneule, Kiefernspanner, Kiefernschwärmer und Gemeine Kiefernbuschhornblattwespe überwacht werden.
Geschädigte Kiefern in Mittelfranken werden in vielen Fällen sekundär vom Blauen Kiefernprachtkäfer (Phaenops cyanea) und verschiedenen Kiefernborkenkäferarten befallen." (6)
Die Forstwirtschaft hat also reichlich zu tun, um den Baumbestand auf Schädlingsbefall zu untersuchen und einzugreifen, wenn er auftritt, damit das Nutzholz nicht verloren geht, oder Wälder erhalten bleiben.
Schreiner und Zimmerer verarbeiten das Holz:
"Ihr Holz ist wegen des warmen Farbtons als Möbelholz sehr beliebt. Auch als Konstruktionsholz im Innen- und Außenbereich wird es verwendet: für Schiffsdecke, Rammpfähle, Schwellen, Gartenmöbel, für Türen, Fenster, Treppen, Fußböden. Schwachholz u.a. zur Zellstoffgewinnung.
In Hamburg spielte in der Vergangenheit insbesondere ihre Verwendung im Schiffs- und Hafenbau (Rammpfähle) eine große Rolle." (7)
Dies rundet das Bild von der Waldkiefer etwas ab. Andererseits sind wir dazu aufgefordert, mehr zum Thema aufzufinden.
Karl-Ludwig Diehl
Anmerkungen:
(1) siehe dazu bei: Manfred Bergau, Horst Müller, Wilfried Propst, Burkhard Schäfer: Bestimmungsbuch. Streifzüge durch Dorf und Stadt. Stuttgart, etc., 2004 (1.Auflage im Jahr 2000). S.114
(2) zitiert aus einer Veröffentlichung der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft, LWF: wald-baumarten: kiefer. In:
http://www.lwf.bayern.de/wald-baumarten/kiefer/index.php
(3)-(4) zitiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Waldkiefer
(5) zitiert aus: Bergau, Müller, Propst und Schäfer, wie vor, S.114
(6) zitiert aus: LWF, wie vor:
http://www.lwf.bayern.de/wald-baumarten/kiefer/index.php
(7) zitiert aus: Helmuth Biehl: Informatives: Die Waldkiefer. In:
http://www.tischlermeister-biehl.de/waldkiefer.html
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